Hallo alle zusammen!!
Unser Finn David hat am 16.10. um 14:56 uhr das Licht der Welt erblickt! Er ist zarte 2890g schwer, 50cm lang und hat einen Kopfumfang von 34 cm.
Nun zum eher unangenehmen teil...
Sonntag 16.10. 5 Uhr: Bin nichtsahnend aufs Klo gegangen und habe festgestellt das gaaaanz viel Blutiger Schleim abgeht

15 Minuten später begannen die ersten Wehen in 2 Minuten Abständen. Diese Wehen waren jedoch sehr kurz und nicht sehr stark. Bin dann unter die Dusche und hab mich wieder ins Bett gelegt. um 6:30 bemerkte ich so einen komischen Knacks neben meinem Bauchnabel. Ich hab sofort nach unten gegriffen, ob ich was nasses spüre, aber da war nix. Also bin ich nochmal aufs Klo gegangen und war mir nicht sicher ob da jetzt nicht auch Fruchtwasser mit abgegangen ist. Ab dem Moment stand für mich fest, dass ich noch eine Stunde warten will und wenn noch immer Wehen da sind ich ins Krankenhaus will. Habe meinem Mann die freudige Nachricht mitgeteilt (er ist wie tot im Bett gelegen und hat nur gemurmelt, dass der Bub eh brav ist, dass er bis in der Früh wartet und net mitten in der Nacht kommt

) Er ist sich dann fertig machen gegangegn und ich, brave Ehefrau

habe ihm noch ein Frühstück gerichtet. Während dessen wurde meine Binde total nass... Aber es war nicht so wie im Fernsehen, dass es "Platsch" gemacht hat, sondern eher so, als ob ich mich angemacht hätte. Ich hab mich dann hingelegt und mein Mann hat die Rettung verständigt. Bin dann gegen 8:15 im LKH angekommen. Wehen waren alle 5-6 Minuten. Hab dann brav meine Atemtechnicken und Beckenkreisen usw gemacht und der Mumu ist brav aufgegangen. Als ich bei 4,5 cm war hat mich die Hebamme gefragt ob ich mal in die Wanne will und das hab ich dann auch getan- EIN FEHLER....
In der Wanne bekam ich sehr starke 2 Minuten Wehen und ein extremes Druckgefühl nach unten. Hab dann auch eine Infusion bekommen mit einem Schmerzmittel. War ca. 1 Stunde in der Wanne und als ich rauskam wurde ich ans CTG gehängt und untersucht. Die Habamme war dann ganz verwundert denn der Mumu war erst bei 5 cm. Die Wehen wurden immer heftiger und die Abstände sind teilweise auf nur noch 1 Minute verkürzt gewesen. Eine Wehe ist in die andere übergegangen. Die Hebamme hat dann ihre Hand auf meinen Unterbauch gelegt und gesagt, ich solle dort hin atmen und da hab ich dann einen Schrei losgelassen und nur mehr gejammert, dass mir das sehr weh tut. Die hebamme hat dann den Arzt geholt, der mich wieder untersucht hat- gott tat diese Untersuchung weh... Schließlich fielen die Herztöne von Finn in jeder Wehe auf 70 ab. Die Hebamme hat bereits um 13 Uhr alles für einen Kaiserschnitt vorbereitet, aber der liebe Hr. Doktor hat gewartet und gewartet. Erst als ihn die Hebamme angeschnautzt hat, dass das Kind jetzt schon eine massive Bradykardie hat, hat er eine Notsectio angeordnet. Von da an ging alles sehr schnell. Mir wurde ein Wehen hemmendes Medikament gespritzt, und ich wurde in den OP geschoben. Anästhesist und Op gehilfe waren zudem noch zwei Bekannte von uns. Ich hab gebettelt, dass ich eine Spinale Anästhesie bekomm, da ich die Geburt miterleben wollte und ich hab sie zum Glück bekommen (auch wenn der Gynäkologe im hintergrund schon nervös war u zum Anästhesisten gesagt hat er soll a Vollnarkose machen, wenn er net bald fertig ist...) Unser Finn ist dann um 14:56 Putzmunter auf die Welt gekommen, hat sofort geweint.
Mir wurde dann noch ein Medikament verabreicht, welches die Gebärmutter zusammenziehen soll. Die Nebenwirkungen waren der Hammer, denn ich musste mich am OP Tisch übergeben und mein Kreislauf ist auch hinüber gewesen. Hab total viele Dinge gespritzt bekommen. Zu guter Letzt wurde dann noch der Turnusarzt ohnmächtig.... und er wurde aus dem OP getragen
Leider habe ich die Spinale nicht sehr gut vertragen.. meine Atmung wurde schlecht und so kam ich auf die Intensivstation. Zum Glück, war ich die einzige Patientin und so durfte mein Mann mit unserem Sohn zu mir. Die Ganzen Intensiv Schwestern sind auch voll ausgetickt, weil sie ein Neugeborenes bei sich hatten- voll süß
Zu allem Übel hatte ich dann noch einen Postspinalen Kopfschmerz und konnte 6 Tage nicht aufstehen... Bis ich nur noch geweint hab und ich mich fast in ein anderes Spital verlegen hätt lassen. Denn dagegen hätten die Ärzte was tun können. Man nenn das Blood Patch und das ist wie eine PDA nur das einem Eigenblut injiziert wird um das Loch im Spinalkanal zu verschließen. Die Kopfschmerzen wären dann sofort weg gewesen.... Nach langen Diskussionen, haben sie sich dann doch erbarmt und den Eingriff am 5. Tag vorgenommen (ich war die erste bei der sie das gemacht haben....

)
Aber jetzt gehts mir super, stillen funktioniert einwandfrei und dem Kleinen ist es sowieso immer gut gegangen!!!
