So, nun sind wir endlich zu Hause angekommen und ich versuche einen Geburtsbericht hin zu kriegen
Am Drei-Königstag, bekam ich relativ regelmäßige Wehen im Abstand von 8 - 10 Minuten, dahcte mir nix und bin in die Badewanne, dann hats aufgehört.
Amnächsten Tag, wieder das selbe Spiel, nur dasdie Badewanne keine Wirkung mehr zeigte.
Mein Mann und Anna waren Eislaufen. um 17:00 Uhr hab ich ihn angerufen, die Wehen kamen nun im Abstand von 3 Minuten aber nicht wirklich schmerzhaft, leicht zu veratmen.
Meine Schwester hat Anna abgeholt und wir sind sins LKH Feldbach.
CTG zeigte sehr schöne, regelmäßige Wehen und der Mumu war bereits etwas geöffnet. 2 Wochen später hätt ich mich ja über so schöne Wehen gefreut aber jetzt schon?
Stationäre aufnahme, eine Stunde später wieder CTG Kontrolle, trotz Schlaftablette, keine beruhigung des geschehens. Bin trotzdem wieder ins Zimmer, wollte noch warten ob es nicht doch nachlässt. Noch schnell die Sectio papiere und die papiere fürs sterilisieren unterschrieben, falls es doch los geht.
eine Stunde schonfrist, wenns net besser wird, machens die sectio, habens gemeint.
Um elf hab ich meinen Mann, der inzwischen wieder nach hause gefahren ist, eine SMS geschrieben. „halte dich bereit, i glaub es geht heut noch los!“
Wehen wurden erneut stärker und nur mehr ein Abstand von 2 Minuten. Ich, in den Kreissaal gewatschelt. CTG angeschlossen, nach 2 Minuten habens schon beschlossen , das der Zwerg jetzt raus will. Ich irgendwie zwischen schock, aufregung und absolute vorfreude.
Die Hebamme hat meinen Mann angerufen. In der zwischenzeit, habens mich für den OP fertig gemacht.
23:50 Uhr war mein Mann bereits da, die Spinale wurde gesetzt. Und ich wurde auf den OP gelegt. Immer hab ich zur Tür geschaut, ob mein Mann auch wirklich kommt und dann ist er endlich neben mir gesessen. Das war wirklich eine große erleichterung, bei unserer großen hat er es leider nicht rechtzeitig geschafft und ich musste allein durch.
Um 0:08 Uhr der erste Schrei. Zwar nur kurz aber sie hat geschrien.
Sie habens mir ganz kurz gezeigt und dann versorgt, mein Mann hat sie begrüßt und als sie mit ihr ins Kinderzimmer zum Kinderarzt sind, hat er sich wieder zu mir gesetzt.
Ich wurde fertig Operiert und war im Kreissaal bis die Betäubung ausgelassen hat. Mein Mann ist um 2:00 Uhr heim gefahren.
Um 4:00 Uhr kam ich dann aufs Zimmer und irgendwas war komisch. Als ich die Schwester fragte wies der kleinen geht, sagte sie nur der Kinderarzt kommt zu ihnen. Da wusste ich, es stimmt was nicht.
Dann kam er, und ich hatte recht. Vanessa hatte starke anpassungsschwierigkeiten und die grazer Neo wurde informiert. Sie wird nach Graz gebracht!
Ich sags euch, das war der Schock schlecht hin. Bin noch a bissal bei ihr gewesen und hab nur mehr geheult. Um 5:00 waren sie da und haben sie mitgenommen. 2 rettungsleute, der professor persönlich und eine intensiv schwester. Mir ist bewusst sie war in besten Händen, aber es war einfach nur die Hölle.
Ich, stur wie ich bin, bin natürlich nicht in Feldbach geblieben. Exakt 10 Stunden nach der OP wurde ich mit der Rettung nach Graz in die Frauenklinik transveriert und ich sag euch, das war eine Höllenfahrt. Die Wagen sind sooooooo hart gefedert das ich dachte meine Wunde springt auf.
Hab mir aber nix anmerken lassen. Um 11:00 war ich dann auf dem zimmer.
Um 15:00 wurde ich mit dem Rollstuhl auf die Neo Intensiv gebracht, und konnte meine Tochter das erste mal sehen.
Und das war kein schöner Anblick, ich war geschockt! Mehr Kabel und Schläuche als Kind. Der Arzt hat mir alles erklärt und das das für sie eine routine sache ist bla bla, das hat mich aber so was von nicht beruhigt
Am Nachmittag wurde sie Intubiert, da nur Sauerstoff zu wenig war. Antibiotika Infusion wegen einer vermuteten Infektion. Dies war auch der Grund warum sie so gas gegeben hatte und raus wollte.
Nächten Morgen kam mein Mann und mein Papa, da sind die tränen erst recht aus mir rausgeschossen.
Aber: bereits am Mittwoch wurde sie extubiert. Ihr Zustand verbesserte sich rasant.
Die Lungenreife über den Tubus, hat seine Wirkung nicht verfehlt. Von da an gings mir besser. Ich sah das erste mal ihr gesicht ohne Schläuche.
Am Donnerstag, kam auch das Antibiotika weg und ich durfte Kängaruhn! Es war toll, nach 4 Tagen mein Kind das erste mal im Arm zu halten.
Am Freitag wurde ich entlassen und wollte noch mal rauf in die Neo zur kleinen. Da habens mich angerufen: „ Frau Schwab, sie können heute ins Mutter Kind Zimmer ziehen, Vanessa isst selbstständig ohne Sonde!“
Boa, mi häts fast umgehauen. Ich natürlich sofort mein Zimmer bezogen *gg*
Sa und So musste sie ca. 70 ml trinken und zunehmen, wenn das klappt naja, was soll ich sagen, wir sind gestern entlassen worden und ausser einem kleinen loch im Herz, ist sie vollkommen gesund!
Alles in allem: Ich habe ein echtes Trauma und bin froh das ich die Sterilisation glaich mitgemacht hab, aber sie war und ist jede einzelne Sorge wert!!!!!!!!!!
Lg Maria, Vanessa, Anna und Charly