Hallo ihr Lieben.
Jetzt bekommt ihr endlich meinen Geburtsbericht
Ich warne euch aber gleich: Dieser Geburtsbericht wird vermutlich etwas länger!
Am 24.01 hab ich ja noch gepiept.
Wir haben ja so einiges versucht um die Wehen in Gang zu bringen, denn für mich war die Vorstellung mit Kugelbauch im KH auf Wehen warten zu müssen sehr schlimm.
Aber all unsere Versuche blieben erfolglos.
Also musste ich am 25.01. im KH einziehen.
Nach einer wehenlosen CTG-Kontrolle bekam ich Globuli um sanft mit dem Einleiten zu beginnen.
Die musste ich für 2 Stunden immer wieder einnehmen und da bekam ich auch wirklich Wehen.
ca 10min Abstand aber nicht wirklich stark.
CTG nach den 2 Stunden zeigt schöne Wehen und sie meinte noch, ich soll früh schlafen gehen und Kraft sammeln, denn mein Körper ist eigentlich bereit. Unsere Maus spielt nur noch nicht so richtig mit.
Die Nacht war schlimm. Zimmernachbarin die stänig Licht an gemacht hat und nach der Schwester läutet - Horror
Am 26.01. war ich dann um 9Uhr zum CTG bestellt (Die Wehen die ich am Vortag noch hatte, vergingen in der Nacht komplett). Keine Wehen. MuMu 1cm geöffnet.
Ich bekomm eine halbe Tablette reingelegt, aber mir wird gesagt, ich soll mir keine Hoffnung machen, dass es gleich losgeht oder so. Sie meinte, dadurch dass unsere Maus noch nicht mitarbeitet kann das gut 2-3 Tage dauern. Ich soll machen was mir Spaß macht, mich aber immer wieder gut ausruhen und Kraft sammeln.
Mein Schatz war von der Früh weg die ganze Zeit bei mir und ich war so dankbar dafür
Tja, den ganzen Tag hat sich Wehenmäßig nix getan obwohl wir alle 2 Stunden zum CTG mussten.
Da so ein schöner (kalt aber sonnig) Tag war, wollt ich ein bisschen raus und spazieren.
Das war so um 14 Uhr. Da kamen wieder regelmäßig (so alle 10 min) ganz leichte Wehen. Aber wieder nicht weiter schlimm.
Um 17Uhr Abendessen - da wurden die Wehen häufiger (so alle 5-7 min). Auch deutlich schmerzhafter aber immer noch nicht beunruhigend.
Dann kam meine Mutter und wir waren noch unten im Cafe`.
Wir haben noch drüber geredet, dass mein Schatz an dem Abend noch beruhigt heim fahren kann, denn so wie die mir das erklärt haben, wird das so schnell eh nix.
Aber wenn die Wehen bleiben, ist das schon mal ein guter Anfang – und ich hätte kein Problem gehabt, mit diesen „Miniwehen“ mich trotzdem gut auszuruhen in der Nacht
Um 19 Uhr letzte CTG-Kontrolle für diesen Tag.
Meinte Mutter wollte uns noch rauf begleiten und schon im Lift hatte ich so ein ungutes Gefühl.
Noch schnell meine Akte holen und zum Kraißsaal - der Gang dorthin, kam mir plötzlich sowas von lang vor.
Mir wurde von einer Minute auf die andere total kalt und ich hab angefangen am ganzen Körper zu zittern.
Unterm gehen, hab ich die ganze Zeit nur gedacht, dass ich nicht möchte, dass Johann heim fährt. Ich will ihn unbedingt bei mir haben. Auch wenn das jetzt noch keine Geburtswehen sein sollten, will ich mit diesen Schmerzen nicht alleine in dem KH-Bett liegen müssen.
Noch schnell von meiner Mutter verabschiedet (ich hab nicht gewusst wie ich stehen soll, weils mich so gerissen hat) und die Hebi herbei geläutet (nach dem Schichtwechsel wusste ich nicht welche Hebi in der Nacht Dienst hat).
Dann macht ein bekanntes Gesicht die Tür auf und ich war so erleichtert.
Die Hebamme hatte ich schon mal bei der Akupunktur und ich fand sie toll.
Also drinnen am CTG zwar Wehen sichtbar aber nicht weltbewegend.
Für mich waren sie mitlerweile aber so stark, dass ich sie veratmen musste. Die Hebi war darüber etwas verwundert, denn laut Wehenschreiber dürfte ich außer leichter Schmerzen nicht viel spüren.
Also ab 19 Uhr waren es für mich richtige Wehen und nicht mehr "Bauchweh"
Etwas frustrierend dass der Wehenschreiber anderes behauptet aber die Hoffnung, dass sich ein bissl was beim MuMu tut, war da.
Hebi meinte, wenn sich am MuMu ein bissl was tut, kann Johann auch da bleiben, denn ich könnt im Kraißsaal bleiben und müsste nicht auf Station. Also nachschaun.
MuMu 1cm - ich hätt heulen können!
Sie meinte dann, sie könnte versuchen, den MuMu auch 2cm zu dehnen. Jeder cm mehr is gut.
Hat sie dann auch gemacht.
Ich dachte, ich bin so wehleidig, dass diese Wehen schon so weh tun, obwohl die garnix bewirken und noch nichtmal richtig angezeigt werden.
Die Hebi meinte, ich soll mich einfach noch ausruhen, versuchen zu schlafen. Und auch Johann soll heim fahren und noch etwas Kraft sammeln.
Sie meinte, wenn mit Tabletten eingeleitet wird, kann es sogar passieren, dass ma richtig starke Wehen hat, die aber dann nach einiger Zeit wieder komplett verschwinden wenn das Baby nicht richtig mitarbeitet.
Ich hab mich da schon tagelang dahinleiden gesehn.
Ich hab dann noch gebeten, ob ich in die Wanne darf, bevor ich auf Station geh. In der Hoffnung, dass ich mich wie zu Hause immer so entspannen kann, dass die Wehen erträglicher werden (und der Hintergedanke, dass Johann noch ein paar Min länger bei mir sein kann

). Nachdem außer uns niemand im Kreißsaal war, wars ok für sie und sie hat mir die Wanne eingelassen.
Beim Ausziehen, hab ich dann bemerkt, dass ich einiges an Blut verlieren und so – sorry – Schleimdinger in meiner Unterhose sind. Mich hats so geekelt, dass ich die Unterhose gleich in der Umkleide im Müll hinterlegt hab.
Die Wehen waren für mich so stark, dass ich mich zwischendurch immer wieder irgendwo abstützen musste um zu veratmen. Meine Gedanken: „Oh mein Gott. Wenn das schon so weh tut, wie soll ich dann die richtigen Geburtswehen aushalten?!“
Ab in die Wanne. Von da an, hab ich das Zeitgefühl verloren. Ich schätze, ich war ein bissl über einer Stunde drinnen. Bin so seitlich auf dem Schwimmhörnchen gelegen und hab brav veratmet. Ich war irgendwie so müde und richtig ko dass ich mir gewunschen hab, es möge doch bitte bald aufhören weh zu tun, oder es sollen doch bitte die „richtigen Wehen“ bald anfangen, damit wir das gleich durchziehen können.
Nach einiger Zeit (ich denke bissl über einer Stunde) kam die Hebi und meinte ich soll dann raus kommen wenn ich so ko bin. Nicht dass mir den Kreislauf zusammen haut.
Für die Hebi war dann auch klar, dass ich nimma auf Station gehe sondern bei ihr bleibe.
Zumindest wenn die Wehen wirklich bleiben.
Ich hab ihr dann gesagt, dass ich das so nicht schaffen kann wenn sich das echt über Stunden hinzieht. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon das Gefühl, keine Kraft mehr zu haben und ich war so verdammt müde zwischen den Wehen. Sie bot mir an, die Ärztin zu rufen, die mir eine Schmerzinfusion gibt und ich war so dankbar dafür.
Hab mich dann auf die Matte gelegt, CTG wurde angeschlossen und die Infusion angehängt.
Die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen und ich hab sie immer brav veratmet. In den Wehenpausen bin ich dann immer kurz eingeschlafen.
Irgendwann denk ich mir, dass die Infusion ja garnicht wirkt. Anstatt besser, werden die Wehen immer noch schmerzhafter. Bis sich mitten in der Wehe mein ganzer Körper verkrampft, mir der Atmen stockt und ich das Gefühl hab mein Körper presst von selbst.
Ich wusste aber, dass man ja nicht pressen darf, wenn der MuMu nicht ganz offen ist, und nachdem der vor kurzen erstmal auf 2cm gedehnt wurde, kann der noch nicht offen sein. Hab also voll Panik bekommen und Johann und der Hebi erklärt dass ich nicht pressen will, es aber einfach so passiert.
Hebi meint, sie schaut nach ob sich beim MuMu vielleicht eh was getan hat.
Sie war total überrascht und sagt mir, dass er bei 9cm ist. Gleich drauf geht sie zur Tür und sagt der zweiten Hebi, sie soll schon mal den Arzt rufen, denn in ein paar Min is das Kind da. Ihre Erstaunen darüber war nicht zu überhören!
Zwei Wehen später durfte ich mit pressen – war zwar irrsinnig anstrengend aber so befreiend.
Um 19 Uhr sind wir zur Kontrolle in den Kreißsaal gegangen.
Um 22:53 Uhr war unsere Maus dann da!
Ihr geht’s wunderbar gut. Alles dran und alles gesund!
Ich hatte leider einen Dammriss 3. Grades (die Hebi erklärte mir hinterher erklärt, dass der Kopf nur einen minimalen Riss verursacht hat, die Kleine sich aber mit den Schultern nicht optimal eindrehen konnte da sie die Nabelschnur zu straff um den Hals hatte. Somit musste ich sie also quer rauspressen), so dass die Wunde in einer OP versorgt werden musste . Die OP war leider nicht so komplikationslos wie die Geburt.
Aber Hauptsache ist, unserer kleinen Hannah Marie geht’s gut und sie hat von der Aufregung hinterher nicht viel mitbekommen!
Das ist sie:

Hannah Marie
Geboren am 26.01.2012 um 22:53 Uhr
Größe: 53 cm
Gewicht: 3750 g
KU: 36 cm