von Tessa89 am Do 15. Dez 2011, 19:23
Also unser Kleiner Samuel ist mit 2730 gramm, eine Größe von 48 cm und ein Kopfumfang von 34 cm am 08.12.11 um 02.55 in einer stürmischen Nacht auf die Welt gekommen. Er heißt mit vollem Namen Samuel Valerio Verburg und er ist total gesund.
Am 07.12 haben sie mich im Krankenhaus aufgenommen mit Schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck. Ich hatte Werte wie 175 zu 117 und sie haben beschlossen die Geburt verfrüht ein zu leiten, weil es für den kleinen gefährlich wurde. Die erste nacht war schrecklich. mein Blutdruck hat sich verschlechtert und sie haben mich in den Kreissaal gebracht und an etliche Geräte angeschlossen und schließlich die Einleitung abgebrochen, weil ich Wehen bekommen hatte aber auf Grund von meinem Zustand mich erst noch ausruhen musste vor der Geburt. Habe kaum geschlafen und dann in der Früh nur noch gebrochen ohne Ende. Am 08.12 haben sie dann Mittags wieder mit den Medikamenten zur Geburtseinleitung begonnen. Die Ärztin hat gesagt, es kann sein dass sie ein Kaiserschnitt machen müssen, wenns nicht schnell genug funktioniert oder es dem Kleinen schlechter geht. Das hat mir gar nicht gepasst. Kaiserschnitt war immer meine aller größte Angt. Mir war es immer sehr wichtig eine ganz natürliche Geburt ohne Eingriffe und Medikamente zu haben. Da hab ich dann gleich dem Kleinen gut zu geredet, dass er sich auf dem Weg machen soll.
Um 19 Uhr haben die Wehen angefangen alle 10 Minuten zu kommen. Um 20 Uhr war ich CTG schreiben, und die Hebamme meinte die Wehen sind zu kurz und die Abstände zu groß, da kann dass noch ewig dauern weil das keine Geburtswehen sind. Da bin ich dann nach dem CTG mit meinem Mann spazieren gegangen, und hatte dann in Abständen von 5-3 Minuten sehr starke Wehen. Da hab ich dann geschumpfen und bin fast verzweifelt, was die mir da erzählt von keine richtige Wehen. Hab auch etwas Angst bekommen, wie ich diese Schmerzen bei der Geburt ertragen soll.
Dann war ich duschen, hab eine Wehe nach der nächsten veratmet, und mein Mann heim geschickt zum schlafen, weil es ja geheißen hat es kann noch Stunden dauern. Tja um halb 12 ca. hab ich dann ein Knacks gespürt mich aufgerichtet, weil ichs schon geahnt hatte, und bemerkte Blasensprung. Hab geläutet, dass eine Schwester kommt und bescheid gesagt. Gleich wieder in den Kreissaal und mein Mann wieder rufen lassen. Der hatte sich grad erst ins Bett gelegt.
Die Hebamme hat mich Untersucht, und der Muttermund war erst 3 cm offen und noch sehr hart. Da hat sie mir zwei Zäpchen gegeben, damit er weicher wird. Ich hab versucht die Wehen zu veratmen und nicht zu verkrampfen. Hatte das Gefühl ich krieg es überhaupt nicht hin und wusste schon gar nicht mehr wohin mit mir vor Schmerzen. Aber die Hebamme war ganz lieb, hat mein Händchen gehalten, solange mein Mann noch nicht da war, und hat gesagt ich mach das eh super.
Tja dann wurde mir auf einmal wieder übel und ich musste mich wieder die ganze Zeit übergeben. Genau da kam mein Mann dann rein. Er war total lieb und hat mich die ganze Zeit so super unterstützt, während der Geburt. Sogar die Hebammen waren ganz begeistert von ihm.
Ziehmlich bald war da auf einmal ein riesen Drang nach unten. Ich sagte der Hebamme, dass ich schon das Gefühl hatte pressen zu müssen. Sie schaute mich ganz erschrocken an und sagte das dürfte ich bitte ja noch nicht. Ich erklärte ihr, dass ichs eh versuche, aber es echt schwer sei. Da hat sie mich nochmal untersucht und mit erstaunen festgestellt, dass der Muttermund schon fast komplett offen war. Sie hat gesagt, ich soll in die vierfüßler Position gehen, damit der Druck nach unten weniger wird. Hab die erste Presswehen dann versucht zu veratmen so gut es ging, bis die Hebamme gesagt hat ich dürfte jetzt ab und zu den Presswehen nachgeben. Das veratmen war so schwer, und ich hab mich so konzentrieren müssen, das ich sonst nichts mehr mit gekriegt hab.
Das pressen dürfen war dann so eine erleichterung.
Als es dann in den Endspurt ging habe ich mich mit hilfe meiner Mannes in die Hocke gesetzt und gepresst. Ich hab nach unten gegriffen und schon ein Teil von seinem Köpchen gespürt. Es war so weich und ich war so gerührt. Die vorletzte zwei Presswehen waren die schlimmsten. Ich hatte das Gefühl als würde ich vorne reißen. Es tat so weh und ich traute mich vor Angst nicht zu pressen. Hab dann ganz laut F*** geschrieen und mich gleich entschuldigt bei alle. gg Die Hebamme hat mir dann gut zu geredet und Mut gemacht. Ich hab dann gepresst un so laut geschrien wie ich noch nie geschrien hab. Dann versicherte sie mir noch eine Wehe und er ist da. Und so war es dann auch.
Ich konnte es nicht glauben. Da lag er vor mir. Ich hatte ein Kloß im Hals und fragte nur ungläubig ob das denn jetzt wirklich mein Baby sei und ob ich es aufheben dürfte. Die Hebamme bejahte lächelnd, und ich nahm den kleinen vorsichtig zu mir. Ich konnte es nicht fassen. Ich war so glücklich und konnte meine Augen nicht mehr von ihm lassen.
Tja die Entbindung war sehr schnell. Um 02.55 war er ja schon da, gleich ganz rosig und mit offenen Augen schaute er uns an. Keine Schmerzmittel und auch bei mir keinerlei Verletzungen, gott sie dank. Ihm gings richtig gut, und die Hebamme war richtig begeistert und hat im nachhinein den anderen Hebammen alle vorgeschwärmt, wie gut wir das geschafft hätten.
Samuel passt zwar fast zweimal in die 50er Bodys rein, aber er trinkt viel und er hat nur am ersten tag etwas abgenommen und nach 5 Tagen sein Geburtsgewicht wieder erlangt. Er macht sich wirklich super, und ist ein sehr zufriedenes und ruhiges Kind. Wir sind schon am 09.12 wieder nach Hause gefahren und haben die erste Woche zu Dritt sehr genossen.