Hallo Mädls,
ich schaffe es heute endlich mal ein kurzes PIEP von mir zu geben, ich hab zwar immer wieder mal reingeschaut aber mehr als ein flüchtiger blick war nicht drinnen.
Mein goldschatz schläft jetzt auf der Terasse und das muss ich schnell nützen.
Mein kleiner Mann am 22.6 per Sectio letztendlich geholt worden. Er ist zwar noch ein kleines Fliegengewicht (2960g und 49cm) aber wir haben ihn ja auch 2einhalb Wochen vor dem Termin aus seinem behaglichen zu Hause geholt. Wir wissen aber mittlerweile das es auch so nicht mehr all zu lange gedauert hätte, aber ich fang halt mal von vorne zu erzählen an.
Am Di abend sind wir wie mit der Hebamme und dem Arzt vereinbart ins KH gefahren. Wir haben unser Zimmer bezogen (mein Mann wurde ja mit mir aufgenommen und war die ganze Zeit bei mir im Familienzimmer. Das ist die perfekte Sache und jedne Cent wert!!!!) Der Plan der Hebamme war ein kurzes CTG zu schreiben und die Herztöne zu hören und eine kurze vaginale Untersuchung. Den Plan haben wir dann umgeworfen als sich herausstellte das ich regelmässige Wehen habe. Gemerkt hätte ich davon noch nicht recht viel, Regelschmerzen sind schlimmer. Desshalb haben wir die Untersuchung dann bleiben lassen um nicht doch noch etwas auszulösen was so nicht mehr am Plan stand denn der US hat eindeutig gezeigt das sich mein Zwuck nicht die Spur dreht. Mittlerweile wissen wir ja auch warum. Es war eine Steiß-Fuss- Lage, er hat ein Bein in die Scheide gestreckt gehabt, das andere angewinkelt und den Kopf eingekeilt unter meinem Rippenbogen. Die Nabelschnur war einmal um den Bauch gewickelt und einmal um den Hals. Also keine Chance zur Drehung, der Arzt meinte so eine Lage ist im selten begegnet, es kamen immer wieder Körperteile zuerst die so nicht kommen sollten, sie haben sie wieder zurückgesteckt bis sie endlich den Popo erwischten und ihn rausholen konnten....na gut weiter im Bericht *gg*
Am Mittwoch in der Früh haben wir wieder ein CTG geschrieben, Wehen nach wie vor regelmässig und stärker, Mumu bereits am öffnen...zur Verstärkung hab ich noch einen kurzen Wehentropf gekriegt damit der Kleine auch wirklich weiß das sich da jetzt was tut. Dann ging es ab in den OP. Dort hat meine Hebamme gleich mal kundgetan das alle Kabel so angeschlossen werden sollten das ich mein Baby sofort noch im OP bei mir haben und auch anlegen kann. Diesem Wunsch ist man mir gerne nachgekommen und ich wurde so verkabelt das ich eine "relative" Armfreiheit hatte. Der Kreuzstich wurde gesetzt und dann durfte auch mein Mann zu mir kommen und es ging ganz schnell...ich merkte zwar das man am Bauch rumruckelt aber das es schon losgegangen ist war mir da gar nicht klar bis ich hörte das meine Hebamme schon fotografiert und ich dachte mir noch "Jetzt schon??" aber zum weiterdenken kam ich nicht mehr...ich werde nie den Gesichtausdruck meines Mannes vergessen der immer abwechselnd mich anschaute und über das tuch auf den Bauch und mit Tränen in den Augen meinte "Hörst ihn schon schrein??" und da hab ich auch schon die ersten Töne meines kleinen Schatzes gehört...ich weiß ja gar nicht wer in dem Augenblick mehr geweint hat, wir oder unser Kleiner.
Ich bekam ihn dann sofort auf die Brust gelegt und konnte ihn streicheln und er hat auch gleich zu saugen begonnen...kaum da schon hungrig *gg*... ich hatte ihn die ganze Zeit bei mir als ich wieder zugenäht wurde, dann wurde er mit meinem Mann auf die Station gebracht und er durfte dort kuscheln bzw wurde er gemessen und gewogen und all diese Dinge. Obwohl ich da vorher Bedenken hatte ist es mir aber auch gut dabei geganegen.
Aber der Narkosearzt, der von der Hebamme wusste wiiiieee sehr unser Kind erwünscht ist hat es dann so eingerichtet, dass ich den Kleinen fest eingepackt in Strampler und warme Tücher zu mir in den Aufwachraum bekam, mein Mann hat ihn mir rüber gebracht. Diese ersten Minuten waren einfach ein Wahnsinnserlebnis. Ich habe mein Schatz seit dem nicht aus den Augen gelassen und immer bei mir gehabt und ich glaube ich werde nie genug davon bekommen ihn anzuschaun, ihn zu kuscheln oder einfach nur an ihm zu riechen. Und ich kann euch sagen, meinem Mann geht es da nicht anders. Er wickelt und kuschelt und macht einfach alles für uns.
In den folgenden Tagen waren wir dann als junge Familie die ganze Zeit gemeinsam in unserem Zimmer, ich war anfangs noch ein wenig lädiert, der Schnitt hat halt doch weh getan aber wenn sich der kleine Mann nachts gemeldet hat, hat ihn mir mein Mann gebracht damit ich ihn anlegen konnte. Ich bin aber schon am gleichen Tag das erste mal aufgestanden und das hat der Mobilisierung sehr geholfen. Sicher hatte ich Schmerzen aber nur zwei Tage lang seit dem gehts steil bergauf. Und mein kleine Mann lässt mich sowieso allen Schmerz vergessen.
ein großes Lob muss ich auch allen im KH aussprechen, die haben dort so viel für uns getan, haben wirklich versucht auf alle wünsche und Bitten einzugehen und haben uns einen traumhaften Start ins Familienleben ermöglich den ich so nicht missen möchte.
tja und wie gehts uns jetzt.
Wir sind seit gestern zu Hause und genießen die Zeit daheim. Mit dem Stillen hauts noch nicht ganz so hin, die Milch ist zwar mittlerweile reichlich da( und der Busenumfang hat weiter zugelegt

bin jetzt bei F-G angelangt) aber mein Kleiner ist doch noch sehr saugfaul und eher schwach...dadurch das er ja auch nicht gerade ein Schwergewicht ist müssen wir halt sehr drauf achten das er nicht weiter abnimmt und schwächer wird sonst müssen wir zufüttern...aber wir werden das schon hinkriegen, wir sind da zuversichtlich
So und nun mein Konklusio
Genießt eure Babybäuche, der Abend vorm KS war schon eigenartig, zu wissen das ich ihn jetzt hergeben muss drum genießt ihn nochmal ganz bewusst. Aber dann kommt das schöneste Erlebnis auf euch zu das man sich nur vorstellen kann und ihr dürft eure Babys in euren Armen halten. Ein überwältigendes Gefühl!
Liebe Grüße an alle!!