Darf ich Vorstellen
LARA-SOPHIE hat am 2. Juni 2011 um 16:53 Uhr das Licht der Welt erblickt.
Sie wiegt solze 3570g, ist 54 cm groß und hat einen Kopfumfang von 34cm

hier gerade mit Papa

sie ist sooooo süß... wir haben uns auf anhieb in die kleine Maus verliebt
Nun zum Geburtsbericht
Donnerstag morgens. Die Nacht war ich schon sehr unruhig, konnte kaum schlafen. Da wusste ich von noch nichts. Ich dachte mir nur in dieser Nacht, bitte lass sie bald kommen. Ich kann nicht mehr.
Wir mussten ja sowiso ins Spital, hätte ja routingemässig wider CTG gehabt. Also war ich schon seit 6 Uhr munter. Mein Mann lag noch friedlich im Bett. Ich war auch noch nichtswissend. Also legte ich mich noch mal nieder. Weil wir um 7 Planmässig aufstehen wollten. Schlafen konnte jedoch sowiso nicht mehr. Als ich also noch so halb dösend im Bett lag, hörte ich plötzlich ein lautes Knacken. Ich dachte mir... O mein Gott, war das jezt etwa die Fruchtblase?
Die Frage wurde mir 2 Sekunden später genommen, als ich spürte wie das Fruchtwasser abging. Toll, mein Mann noch friedlich im Bett, und das ganze Bett war nass. Also musste ich ihn aus seinem Schlaf reissen.
Mann ich kann euch sagen, so schnell hab ich ihn noch nie aus dem Bett springen sehen
In dem Moment war ich heilfroh dass der Koffer und alles schon fertig gepackt war. Also ab ins Krankenhaus.
Als ich dort angekommen war wurde CTG geschrieben. Da waren nur ganz schwache Wehen zu erkennen. Also ab ins Zimmer mit mir und warten.
2 Stunden lang tat sich gar nichts. Ich war in diesem Moment noch froh.
Als es gegen 11 Uhr war, spürte ich schon alle 15-20 minuten Wehen. Diese waren schon sehr schmerzhaft, aber zu verkraften. Wenn ich da schon gewusst hätte was auf mich zukommt.
Eine Stunde später, ich hab es nicht mehr ausgehalten. Hauptsache sie wollten mir noch so graussliche Tortelini andrehen. Ich hab ma nur denkt, ich will alles aber KEIN ESSEN!
Somit begann mein Weg in den Kreissaal. Wider CTG, diesmal schon häufigere Wehen, MUMU 2cm. Ich hab ma nur denkt, was erst 2 cm???....
Also schlug mir die Hebamme vor in die Badewanne zu steigen. Als entspannung. Ja klar, entspannt war ich da drinnen nicht mehr. Die Wehen wurden immer schlimmer in dem warmen Wasser. Jetzt wurde ich schon ziemlich angespannt. Die Wehenschübe waren regelmässig uns sehr schmerzintensiv. Ich beschloss also aus der mittlerweile für mich schon "Wanne des Grauens" auszusteigen, und mich in das Bett zu legen.
Und jetzt begann der Teil, den ich niiiiemanden wünschen mag.
Schmerzen ohne Ende. Die Wehen die am Muttermund wirkten waren unaushaltsam. Ich wusste nicht mehr wohin. Die Hebamme war mir zu diesem Zeitpunkt keine Hilfe. Ich weiß dass sie Erfahrung hatt, von wegen Atemtechniken usw. aber in diesen Minuten/Stunden, konnte ich Ihre Tipps nicht ausüben.
Bei den Ständigen kontrollen des MUMU, war ich am durchdrehen. Sooo viele schmerzen. Ich kann es gar nicht beschreiben.
Ich weiß dass es alles nur zu meinem und der Kleinen besten war, aber ich habe die Hebamme in diesem Moment gehasst.
Es vergingen also ca 4 Stunden höllenschmerzen. Ich bekam keine Schmerzmittel nichts.
Gegen 16 Uhr endlich dann der Endspurt. Mumu war nun vollständig offen. Und ich konnte endlich Pressen. Den drang dazu hatte ich ja schon einige Wehen lang, nur durfte ich noch nicht. Weil sonst der MuMu gerissen wäre.
Die Phase der Presswehen waren absolut für mich schmerzfrei. Das einzig Unangenehme war der massive Druck nach unten. Jetzt hieß es also Pressen. Und ich war schon total erschöpft. Ich hatte keine Kraft mehr.
Immer wieder animierten mich die Hebamme, der Arzt und mein Mann, länger zu pressen. Aber ich konnte einfach nicht mehr. Ich war am Ende. Also wurde mir eine Infusion angehängt um die Wehen zu intensivieren. Da ich sie fast kaum spürte.
Es ging also weiter. Dann hörte ich die Hebamme sagen, der Kopf und die vielen Haare sind schon zu sehen.
Gott sei dank. Aber es war nicht alles so schön. Die Herztöne der Kleinen wurden schlechter, sie hatte zu wenig Sauerstoff. Also gerieten alle etwas in Panik. Sie muss jetzt endlich rauskommen.
Man kann sich gar nicht vorstellen, wie es einem in diesem Moment geht. Ich war einfach nur verzweifelt.
Und die schlimmste Aussage von meinem Mann als er mir ins Ohr geflüstert hat. "Schatz, die Kleine muss jetzt endlich raus, sonst kommen sie mit der Saugglocke"
"Ooo nein" Also nächste Wehe. Ich nahm meine letzten noch vorhandenen Kräfte zusammen um noch mal richtig mitzuschieben. Endlich, der Kopf war da, eine Wehe noch und dann war sie komplett da.
Doch es war kein Schrei zu hören. Nichts!
Ich lag total erschöpft am Bett und sah nur die Hebamme und den Kinderarzt. Dann einige Sekunden später, der erlösende Schrei
Ich war soo froh. Dann durfte die kleine Maus, endlich auf meinem Bauch. Sie ist sooo wunderhüpsch
Meinem Mann kamen die Tränen, sooo glücklich hab ich ihn noch niiie in meinem Leben gesehen.
Der Grund warum sie nicht gleich schreite war, sie hatte die Nabelschnur 2 mal um den Hals, und war schon komplett Blau. Aber Gott sei dank nur für ein paar Sekunden. Dann war alles in Ordnung.
Heute durften wir das Krankenhaus wider verlassen.
Ich bin so froh dass alles gut gegangen ist. Mir selbst ist es nach der Geburt super gegangen. Mir tut nichts weh, hatte keine Kreislaufprobleme, und bin nirgends gerissen oder geschnitten worden.
Im großen und ganzen kann ich Rückblickend sagen, meine Schwangerschaft und Geburt sind ohne Komplikationen verlaufen. Und ich bin auch ein bisschen stolz darauf das ich keine Schmerzmittel brauchte.

"Selbstlob"

LG Sabrina