sicher altbekannt: die Omaproblematik

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sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon Andreas am Mi 22. Sep 2010, 10:39

Hallo zusammen!

Wie in einem anderen aktuellen Beitrag hier haben auch meine Frau und ich ein ständig wiederkehrendes Thema mit der Oma unserer Kinder, in diesem Fall meine Mutter.
Da wir beide voll berufstätig sind, bringen wir unsere Kinder (Bub 4J., Mädel 2 1/2J) in der Früh zur Oma, diese betreut die beiden dann bis zum Abend, wobei unser Sohn vormittags im KG ist.

Phasenweise, so auch aktuell, wehrt sich unser Sohnemann mit Händen und Füssen gegen das Abholen am Abend. Geradezu hysterisch versucht er, sich dem Angezogenwerden zu entziehen, versteckt sich,...

Sobald er aber im Auto sitzt, beruhigt er sich binnen Minuten und ist wieder lustig drauf.

Meine Mutter verhält sich dabei immer, als würden wir das arme Kind dem Paradies entreissen und mit nach Hause in die Hölle auf Erden mitnehmen. Mit Umarmungen und zahllosen Abschiedsküssen verstärkt sie noch den Effekt bei unserem Junior.

Zudem behauptet unser Sohn in solchen Situationen immer, er fürchte sich vor diversen Dingen zu Hause: mal ist es das Zimmer, mal die Spielsachen, aktuell bins gerade ich,...
Diese Aussagen nimmt meine Mutter dann immer gerne in vorwurfsvoller Art und Weise auf um zu argumentieren, warum wir ihn doch bei ihr schlafen lassen sollen.

Wenn ich meine Mutter dann damit konfrontiere, dass die Misere eventuell daran liegen könnte, das es unter ihrer Aufsicht deutlich zwangloser zugeht als unter elterlichen Erziehungsversuchen oder vielleicht am Schlafensritual (Opa wandert ins Kinderzimmer, Oma mit beiden Kindern im Ehebett), reagiert sie uneinsichtig.

Wir sind ihr natürlich für die liebevolle Betreuung unserer Kinder sehr dankbar, aber in gewissen Situationen ist ihr Verhalten nervig und verschärft die Situation zusätzlich.

Wie geht ihr damit um, wenn eure Kinder lieber bei Oma bleiben wollen? Sollte ich doch nachgeben? Ich denke, da lernt er nur, sich mit bockigem Verhalten durchzusetzten - und das will ich ihm nicht anerziehen. Ich habe andererseits dann ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich mit Nachdruck durchsetzen muss (ich rede hier aber um Gottes Willen nicht von körperlicher Gewalt gegen mein Kind!!!!)

Danke für eure Erfahrungen und Ratschläge
LG, Andreas
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon lady_delish am Mi 22. Sep 2010, 10:47

Also ich sehe nur 2 Wege:

Entweder für beide Kinder eine Betreuung (Kindergarten, Krippe) für den ganzen Tag suchen, oder damit leben das sie bei der Oma verhätschelt werden. Das haben Omas so an sich - ich kenne es zur genüge. Nur mit dem Unterscheid das wir beide Omas eher selten sehen (vl 1 mal im Monat wenns hochkommt)

Wenn die Kinder den ganzen Tag bei jemand anderem sind, dann musst du damit rechnen das sie nach deren "Stil" erzogen werden und ncht nach eurem (da ihr ja anscheindend Vollzeit arbeiten seit)

Von Omas und Opas kann man nicht erwarten das sie nach neuesten Erziehungsmethoden erziehen.

lg
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon Andreas am Mi 22. Sep 2010, 11:18

@lady_delish:

Da gebe ich dir schon recht und das akzeptieren wir ja auch. Das ist ja auch das Privileg der Großeltern, ihre Enkerln ordentlich zu verwöhnen - bei den Enkelkindern hat man dann Zeit und Muße, die man bei den eigenen vielleicht nicht hatte.

Mir gehts darum, dass meine Mutter in der dargestellten (und auch anderen) Situation meine Kinder nicht vor mir bzw. meiner Frau in Schutz nehmen soll/darf. Im Konkreten, wie ich meine Kinder möglichst friktionsfrei aus der großmütterlichen Umklammerung löse.
LG
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon Nora_Merci am Mi 22. Sep 2010, 11:33

Das Problem hab ich GsD nicht, denn ich wohne zur Zeit noch bei meiner Mutter! :wink:

Aber ich habe z. Bsp. das Problem, das meine Mutter ihn immer hinaufnimmt, auch wenn er nur "drenzt" bzw. grantig ist...
Ich nehme ihm wiederum nicht immer rauf, wenn ich weiß, dass alles passt & animiere ihm wieder alleine zu spielen.
..so geht er wiederrum zur Oma & die trägt ihn dann wieder durch die Gegend... :roll:
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon blümchen am Mi 22. Sep 2010, 11:36

hallo,
ich würde auch sagen alle beide in den kiga, und wenn sie so gerne bei der oma sind eventuell zwei mal in der woche mehr oder weniger von der oma abholen lassen und mit ihr den tag verbringen.
aber du musst mit den kindern vorher immer verhandeln, also wenn sie bei der oma schlafen wollen musst du vorher einen "vertrag" abschliessen, das du sie auch wieder abholen wirst und wenn er ein theater macht nicht mehr hin darf oder so.
das musst du aber alles vorher schon machen, aber dann auch wirklich durchziehen, auch wenn er sich zu boden wirft und herumtrampelt und alle leute gucken blöd :D auf der straße.
nein bleibt nein, und ja bleibt ja.
das funktioniert bei uns sehr gut, meine tochter weiß wenn ich sage du darfst zur oma aber wenn du einen aufstand machst wenn ich dich abhole, darfst du 10 mal schlafen garnicht mehr hin, und das ziehe ich dann durch, und bei jedem mal wird es verdoppelt.
glaub mir das hat funktioniert
kommt natürlich aufs kind auch an aber du brauchst auch kein schlechtes gewissen haben wenn du mit nachdruck versuchst grenzen zu setzten, wie du schon sagtest solange es nich mit gewalt zu tun hat.

viel glück
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon SteMan am Mi 22. Sep 2010, 11:36

ich glaub ich hab das problem auch mal!!
wir wohnen mit meiner mama und papa im selben haus.

ich glaub das ich dann auch öfters mit meiner mama aneinander gerate, bezüglich erziehung usw....
bin gespannt was da alles auf mich zukommt!!!!!!!!!!!!!!!!
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon blümchen am Mi 22. Sep 2010, 11:38

SteMan hat geschrieben:ich glaub ich hab das problem auch mal!!
wir wohnen mit meiner mama und papa im selben haus.

ich glaub das ich dann auch öfters mit meiner mama aneinander gerate, bezüglich erziehung usw....
bin gespannt was da alles auf mich zukommt!!!!!!!!!!!!!!!!

das wird schwierig, das kann ich dir jetzt schon sagen :lol:
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon khiaa am Mi 22. Sep 2010, 12:02

unser kind is nicht mal noch auf der welt und meine schweigermutter mischt sich jetzt schon ein.. aber ja da nehm ich mir auch sicher kein blatt vor den mund!
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon SteMan am Mi 22. Sep 2010, 12:34

ob es die schwiegermutter ist oder die eigene mama ist sicherlich ein unterschied...
wär bei mir halt so!!!
aber ich lass jetzt mal alles auf mich zukommen, wenn das problem da ist, kann ich es erst bearbeiten :lol:

doch ich kann mit allen mitfühlen, die jetzt schon probleme mit den lieben "großeltern" haben
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon LovelyMami am Mi 22. Sep 2010, 13:34

Ich kann dir leider keinen hilfreichen rat geben denn bei uns ist es genau umgekehrt! Ich arbeite in der Firma meinse Vates und am Grundstück der Firma steht das Wohnhaus wo auch mein Büro ist! Einen stock unterbei wohnt meinen Oma! Ich bräuchte manchmal schon jem der mit dem kleinen mal raus geht überhaupt wenns so schön ist .... naja aber jedesmal wenn ich sie frage lässt sie sich eine andere ausrede einfallen :( Warum ? ich bin der meinung das sie so fix ihren tagesplan eingeplant hat und auch nicht felxible ist.. daher ist der kleine ein störfaktor der alles durcheinander bringt! Und sie kommt mit dem nicht klar das er seinen eigenen Kopf hat :(

Was mir sofort eingefallen ist bei dir andreas.. ist das das die kinder ja 5mal in der woche von morgens-abends bei der oma sind! Das heißt ja eigentlich das sie die meiste Erziehung macht oder? Denn Omas sehen ja immer alles etwas lockerer und haben nicht die strenge erziehung (um ? ins Bett zb)
Ich glaube das dein Sohn deshalb nicht nachhause will weil er die Oma schon so gewöhnt ist und bei der Oma alles "besser" ist. Er darf da mehr, was er bei euch wahrscheinlich nicht darf (bis in die nacht fernsehen oder so) !
Wenns euch so stört dann würd ich eine betreuung durch KiGa + Krippe empfehlen und die oma soll am nachmittag die kinder holen! Vl wird das besser wenn der konakt nicht sooo eng ist! :wink:
Wie gesagt eine hilfe bin ich wahrscheinlich nicht... aber es wäre eine Idee!

Viel Glück das es bald klappt!
Liebe Grüße Isi

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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon KiXx am Mi 22. Sep 2010, 13:56

LovelyMami hat geschrieben:
Was mir sofort eingefallen ist bei dir andreas.. ist das das die kinder ja 5mal in der woche von morgens-abends bei der oma sind! Das heißt ja eigentlich das sie die meiste Erziehung macht oder? Denn Omas sehen ja immer alles etwas lockerer und haben nicht die strenge erziehung (um ? ins Bett zb)
Ich glaube das dein Sohn deshalb nicht nachhause will weil er die Oma schon so gewöhnt ist und bei der Oma alles "besser" ist. Er darf da mehr, was er bei euch wahrscheinlich nicht darf (bis in die nacht fernsehen oder so) !
Wenns euch so stört dann würd ich eine betreuung durch KiGa + Krippe empfehlen und die oma soll am nachmittag die kinder holen! Vl wird das besser wenn der konakt nicht sooo eng ist! :wink:
Wie gesagt eine hilfe bin ich wahrscheinlich nicht... aber es wäre eine Idee!

Viel Glück das es bald klappt!


Sehe das genau so :wink:
Wenn ich fragen darf warum gehts ihr beide vollzeitig arbeiten?
Wenns nicht anders geht, ja, schwierig, hmm,
Mal mit der Oma reden, aber eben auch deine Kids verstehen die ja wirklich auch von der Oma erzogen werden.
Aber generell froh sein das die Omi so lieb is und aufpasst als die Kinder in nen unpersönlicheren Hort oder so zu geben.

Lg
KiXx
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon lady_delish am Mi 22. Sep 2010, 14:31

Sowas hab ich mir auch schon gedacht.
Geht es schon lange so das die Kinder von den Großeltern betreut werden?? Weil wenn sie die ganze Woche fast nur bei ihnen sind, und das womöglich schon über einen längeren Zeitraum, dann kann es durchaus sein, das Oma+Opa die Hauptbezugspersonen im Leben euer Kinder sind und nicht Mama+Papa. Und wer will schon gerne weg von den Bezugspersonen?? Vor allem wenns bei denen "lustiger" ist und man mehr darf.
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon Skorpionin am Mi 22. Sep 2010, 16:25

Ohje - diese Problematik kenne ich und kann sie nur unterschreiben... eine praktikable Lösung? Gibt es keine... wenn man auf die Großeltern angewiesen ist , weil man das nötige Kleingeld zum Leben heimbringen muss, dann gibts nur Zähne zusammenbeißen... :?

Möglichkeiten? Die Kinder "ködern" - dh. mit etwas besonders schönem (zb jetzt ist die Kastanienzeit - ein langer Spaziergang, um sie einzusammeln - am nächsten Tag mit ihnen basteln...)

Ansonsten - bei uns ist es so, dass die Kinder immer bei der Oma schlafen und der Opa ausquartiert wird... i versteh es nicht... warum quartiert man seinen Partner aus? Natürlich bleiben die Kinder dann gerne bei Oma, wenn sie immer bei ihr im Ehebett schlafen dürfen....

Möglichkeit? Kinder dürfen nur bei Oma schlafen, wenn sie "allein" schlafen... dh. eigenes Zimmer oder wenn net anders, dann im Wohnzimmer, etc

Aber die ultimative Lösung gibts einfach net - alles eine Frage von Kompromissen (von Seiten der Eltern her)...

tja...
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon Andreas am Mi 22. Sep 2010, 17:25

Danke für die zahlreichen Antworten.

Die grundsätzliche "Problematik", dass die Kinder an ihren Großeltern hängen, ist mir natürlich bewußt.
Allerdings hängen sie genauso am berufstätigen Opa, den sie auch nur abends sehen.

Wie schon geschrieben, bin ich meiner Mutter sehr dankbar für die liebevolle Erziehung meiner Kinder. Mir geht es auschließlich um die Thematik, wie sich alle beteiligten bei der abendlichen Abholung verhalten (sollten), weil das der Hauptreibungspunkt ist im täglichen Umgang.
Man merkt, vor allem beim Grösseren, das sie rasch umschalten können von Oma- auf Normalbetrieb wenn sie mal im Auto sitzen.
Natürlich haben Kinder ihre verschiedenen Phasen die kommen und gehen - das Kindererziehung zeitweise auch ein hartes Stück Arbeit ist, ist mir klar, macht mir (meistens) nix aus und wird von den Kleinen auch 1000fach vergolten.
Was mich halt so auf die Palme bringt, ist dieses zwanghafte Klammern und Beschützungsverhalten meiner Mutter, wodurch sie den Kindern erst recht das Gefühl gibt, dass ihnen etwas Schlechtes widerfährt.

Und weil es mehrmals angesprochen wurde:
Leider sind wir nunmal aus wirtschaftlichen Gründen auf das Einkommen meiner Frau angewiesen - aber das ist eine andere Geschichte.

LG Andreas
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Re: sicher altbekannt: die Omaproblematik

Beitragvon LovelyMami am Mi 22. Sep 2010, 20:15

Also um das abends zu entschärfen würd ich dir raten das ihr euch als erstes mal mit der Oma zusammensetzt und mit ihr drüber reden das sie auch euren Sohn klar macht das er um die zeit abgeholt wird! Also zb könnte sich sie sagen "Ach schau mal wie die zeit vergeht Mama und Papa kommen in einer halben stunde und holen euch ab" dann könnte sie noch sagen das sie mit ihm was spielt was er will und wenn das spiel aus ist fährt er nachhause! So kann sie dem kleinen auch schon drauf vorbereiten das er abgeholt wird! Dann kommt es nicht so plötzlich für ihn...
Vl klappts!
Drück euch aufjedenfall die Daumen :D
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