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Der selbstbestimmte Kaiserschnitt

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  • Der selbstbestimmte Kaiserschnitt

    Ich möchte hier ein paar Ideen bringen, wie man einen Kaiserschnitt gestalten kann. Wenn es kein Not Kaiserschnitt ist, wo das Leben von Mutter und/oder Kind geht, kann man auch eine Kaiserschnittentbindung für das Kind und die Mutter angenehm gestalten.

    Hier ein paar Vorschkäge dazu:

    aus "hebammen forum" Juni 2012 noch einige Vorschläge zur Sectio:

    - das Tuch auf Höhe des Rippenbogens befestige
    - Elektroden fürs EKG auf den Rücken
    - Arme nicht festschnallen
    - die Frau bereitet ihr Kind vor, erzählt ihm was nun passieren wird
    - das Kind langsam entwickeln, damit die Lunge maximal komprimiert wird
    - Kind mit warmen TÜchern bedenken, von OP Licht abschirmen
    - Bondingtuch (gibts von H*ppediz) vor der Spinalen anlegen
    - der Vater erhält einen Platz dicht neben der Frau, wird ermuntert für beide zu sorgen
    - die Gespräche des Personals sind leise
    - das kind wird bei Anzeichen vor ort gestillt
    - Mutter und Kind werden gemeinsam verlegt, auch durch die Schleuse, bleiben zusammen

    • Ein Kaiserschnitt darf nur mit meinem Einverständnis durchgeführt werden. Es kommen hierfür ausschließlich lebensbedrohliche mütterliche Indikationen in Frage.
    • Narkose möglichst als PDA oder Spinalanästhesie.
    • keine Beruhigungsmittel ohne meine ausdrückliche Einwilligung bzw. absolute medizinische Notwendigkeit.
    • Mein Mann (oder eine andere von mir gewählte Begleitperson) soll im OP die komplette Zeit dabei sein, auch beim Vorbereiten und PDA-Legen.
    • Das Legen des Blasenkatheters erst, wenn die Betäubung wirkt.
    • Wärend der OP möchte ich von Anfang bis Ende darüber informiert werden was gerade an mir gemacht wird.
    • Es darf erst dann zu operieren angefangen werden, wenn die Betäubung sicher wirkt.
    • Einen T-Schnitt lehne ich in jedem Fall ab, wenn notwendig soll der Querschnitt erweitert werden.
    • Das Licht im OP-Saal soll gedimmt werden während mein Baby entbunden wird.
    • Das Baby soll möglichst langsam und sanft entbunden werden.
    • Auch bei einem Kaiserschnitt möchte ich mein Baby SOFORT auf meine Brust oder in meine Arme gelegt bekommen und es soll dort, Haut an Haut, zum Bonding kommen. Hierzu soll mein Baby über das herabgesenkte Sichttuch zu mir hergereicht werden (sollte ich dazu nicht in der Lage sein, soll mein Mann mein Baby sofort in die Arme bzw. auf die Brust gelegt bekommen).
    • Die Nabelschnur soll noch möglichst lange pulsieren können und dann soll mein Mann die Nabelschnur durchschneiden.
    • Das Geschlecht des Kindes soll nicht genannt werden, ich möchte dieses selbst feststellen.
    • Der APGAR-Test soll ganz in Ruhe und in Zurückhaltung gemacht werden, während das Baby in meinen Armen, oder in den Armen meines Mannes, liegt. Kein routinemäßiges Absaugen und/oder Abrubbeln meines Babys. Notwendige Maßnahmen wie z.B. Absaugen oder Sauerstoffgabe kann unternommen werden, während mein Baby auf meiner Brust liegt.
    • Das Baby bleibt während und nach der Entbindung pausenlos bei mir!
    • Mein Mann soll stets beim Baby bleiben – auch wenn eine sofortige (intensiv-)medizinische Versorgung des Babys notwendig ist.
    Quelle: http://www.hausgeburtsforum.de/viewt...it=geburtsplan


    Hilfreich bei der Erstellung eines Geburtsplans können die
    EMPFEHLUNGEN FÜR KAISERSCHNITT-GEBURTEN (Version Mai 2007)
    aus dem Buch:"Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht" sein.
    Sie sind zur Veröffentlichung freigegeben und dürfen unbegrenzt kopiert und weitergegeben werden.

    1. Indikation überprüfen

    Zweitmeinung - Ist der Kaiserschnitt wirklich unvermeidbar?Gegebenenfalls Einholung einer Zweitmeinung (Hebamme, GynäkologIn, Ärztin, je nach Indikation)

    2. Wenn medizinisch möglich, Zeit zum Gebären im Rhythmus der Frau und des Kindes

    Geplante Sectio - Viele Hebammen sind der Meinung, dass es ideal wäre, natürliche Wehen abzuwarten. Manchmal sind damit sogar die betreuenden Gynäkologen einverstanden; alternativ dazu nach Möglichkeit 3 Stunden vor der Sectio Weheninfusion bei der Schwangeren anhängen, damit sich Gebärmutter und Baby auf den Eingriff vorbereiten können

    Unterstützung - Der Partner, eine bekannte Hebamme oder andere Vertrauenspersonen können Wünsche der Mutter dann zum Ausdruck bringen, wenn sie selbst nicht ansprechbar oder geschwächt ist, die diesbezügliche Organisation im Vorfeld einer geplanten Sectio sollte nicht außer Acht gelassen werden.

    3. Vorbereitung auf die Kaiserschnitt-Geburt

    Was passiert? - Verständliche Erklärungen für die Mutter (und den Partner), was jetzt im Einzelnen geschehen wird; auch und gerade dann wenn es sich um eine Notsectio handelt!

    Anästhesie - Nach Möglichkeit keine Vollnarkose: bei PDA /Spinalanästhesie Mutter nach Entwicklung des Kindes nicht unnötig einschlafen lassen, denn der wichtige Erstkontakt geht so verloren.

    4. Während der Kaiserschnitt-Operation

    Was passiert? - Verständliche Erklärungen für die Mutter (und den Partner), was jetzt im Einzelnen geschehen wird.

    Abnabelung - Bei einem Kaiserschnitt darf aus medizinischen Gründen (massiver Blutverlust) nicht gewartet werden, bis die Nabelschnur auspulsiert ist. Unter Umständen kann es hilfreich sein, etwa 14 Tage nach dem Kaiserschnitt beim Kind zum Beispiel mit Hilfe von Cranio-Sacral-Therapie oder Osteopathie eventuelle Störungen, welche durch das sofortige Abnabeln entstanden sind, zu korrigieren.

    Beimpfung - Zur Idee der möglichen Beimpfung des Säuglings mit "Scheidenmilieu" der gesunden, optimal ernährten Mutter zur Förderung der normalen Kolonisierung des Säuglingdarmes siehe Artikel auf Seite 340 in "Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht".

    Stammzellenentnahme - Ist eine Stammzellenentnahme erwünscht?

    Absaugen - Wenn medizinisch möglich, Nase des Babys nicht absaugen, denn dadurch schwellen die Schleimhäute an und das Kind als reiner Nasenatmer kommt in Not. Beim Absaugen des kindlichen Gaumens kommt es zu einer intensiven Manipulation. Dadurch kann das Saugzentrum irritiert werden, was eventuell Stillprobleme zu Folge hat.

    Erstkontakt - Baby und Mutter dürfen sich unmittelbar nach der Geburt Haut auf Haut, nicht in Tücher eingewickelt, kennen lernen. Bereitlegen einer Wärmedecke: Anziehen und Baden erfolgen erst später!

    Stillen - Das erste Anlegen erfolgt nach Möglichkeit noch im OP. Die Mutter erhält beim richtigen Anlegen Unterstützung von Hebamme/Krankenschwester.

    Kinderarzt- Das erste Bonding abwarten, wenn das Kind gut atmet. Neugeborenenstatus erst nach dem Stillen.

    5. Im Anschluß an die Geburt

    Nabelschnur/Plazenta - Herzeigen und erklären. Möglichkeiten schaffen, dass die Mutter beides bei Entlassung aus dem Krankenhaus mit nach Hause nehmen kann, so der Wunsch danach besteht.

    Wochenbett - Beständige Unterstützung der Kaiserschnitt-Mutter (Stillen, Aufstehen, Versorgung des Kindes,...). Mobilisation und Therapie der Kaiserschnitt-Narbe durch Hebamme/TherapeutIn.

    OP-Bericht - Erstellung und automatische Aushändigung eines informativen OP-Berichtes bei Entlassung.

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    Vor der Geburt

    Bleiben Sie immer im Kontakt mit Ihrem Baby und sich selbst!
    Sprechen Sie mit Ihrem Kind und erzählen ihm von ihren Gefühlen.

    Machen Sie sich vor der Fahrt in den OP bewußt, dass ihr unterer Körperbereich von der Narkose betäubt sein wird. Waschen Sie sich vor der Geburt ganz bewußt und widmen Sie besonders der Region, in der der Bauchschnitt erfolgen wird, liebevolle Aufmerksamkeit.

    Gehen Sie ganz bewußt auf die Reise. Alles, was Sie vor der eigentlichen Geburt tun, ist Ihre persönliche Geburtsreise zu Ihrem Kind hin. Gestalten Sie diese Stunden ganz besonders aufmerksam und schön.

    Während der Geburt

    Nehmen Sie aktiv an der Geburt teil. Wenn Sie nicht mit einem Spiegel zuschauen wollen, wie Ihr Kind geboren wird, lassen Sie sich von anderen Menschen berichten, was gerade passiert. In Absprache mit dem Krankenhaus ist es eventuell möglich, Fotos zu machen oder zu filmen während der Geburt. Das kann später Ihre visuellen Lücken vom Ablauf füllen.

    Wenn Sie wissen, dass Ihr Kind nun geboren wird, geben Sie Ihr inneres Einverständnis dazu und schieben Sie Ihr Kind mit hinaus. Wenn es für Sie hilfreich ist, können Sie das OP-Team bitten, dafür kurz das Tuch, was Ihren Blick auf Ihren Bauch versperrt, abzusenken. Sie können nicht den Schnitt sehen, weil sie ja liegen. Vielleicht bitten Sie auch den Vater, in diesem Moment kurz rüber zu schauen.

    In vielen Krankenhäusern ist es üblich, das Kind der Mutter nur kurz zu zeigen und es dann aus dem Operationssaal heraus zu bringen. Als Grund wird immer wieder die kühle Temperatur des OP`s genannt. Wenn wir betrachten, dass das Kind 9 Monate in warmem Wasser geschwommen ist und selbst der Kreißsaal in der Regel sehr warm temperiert wird, erscheint einem diese Maßnahme logisch. Es ist für das Neugeborene sehr wichtig, nicht auszukühlen. Und ohne Frage gibt es Situationen, in denen das Kind sofort kinderärztlich untersucht und weggebracht werden muß.

    Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten das Kind auch im OP warm halten zu können.
    Aus der Forschung weiß man, dass Neugeborene ihre Körpertemperatur am besten halten können, wenn sie im direkten Haut-zu-Haut-Kontakt mit einer Bezugsperson (im Idealfall die Mutter) stehen. Es ist durchaus möglich, den Oberkörper der Frau frei zu machen und das Kind der Mutter auf die Brust zu legen und mit Wärmedecken zusätzlich zu schützen.

    Die Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" der WHO und Unicef hat verschiedene Kriterien zu Vergabe ihrer Auszeichnung erarbeitet. Sie verleiht ihre Plakette nur an die Krankenhäuser, die z.B. das Kind auch nach einem Kaiserschnitt noch im OP im direkten Hautkontakt mit der Mutter belassen. Fragen Sie bei der Anmeldung im Krankenhaus danach!

    Nach der Geburt

    Genießen Sie den Moment, wenn Sie Ihr Kind das erste Mal sehen!
    Dieser Moment ist einzigartig und wird nie wieder kommen. Legen Sie Ihr Kind wenn möglich an und bitten Sie dazu um Unterstützung. Bitten Sie das Personal Ihnen möglichst einen schützenden Raum für diesen Moment zu schenken. Vielleicht ist es möglich, Sie durch gespannte Tücher abzuschirmen. Es gibt bereits Krankenhäuser, die dies so handhaben.

    In Zeiten von minimalinvasiven Operationstechniken stellt ein Kaiserschnitt noch immer eine tiefe und große Bauchoperation durch viele Schichten des Körpers dar. Machen Sie sich den Verschluss ihres Bauches bewußt! Dieser Weg hat sich geöffnet und wird auch wieder verschlossen.

    Wenn Sie wieder im Kreißsaal angekommen sind, werden eine Reihe von Untersuchungen bei Ihnen folgen. Ein Kaiserschnitt ist eine Geburt - aber diese Geburtsform bleibt auch eine große Bauchoperation. Deshalb sind verschiedene Kontrollen des Arztes oder der Hebamme sehr wichtig.

    Bestehen Sie dennoch darauf, dass Sie irgendwann eine ungestörte Zeit mit Ihrem Kind allein haben und die wichtige Zeit des Bondings, sofern möglich, geachtet und wahrgenommen werden kann. Vielleicht wird Ihr Kind kurz gebadet um es Ihnen dann NASS und NACKT auf die Brust zu legen!

    Auch nach einem Kaiserschnitt ist es möglich, zu stillen. Es gibt viele mit dem Stillen kombinierbare Schmerzmittel. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Ihrem Arzt oder Ihrer Stillberaterin. Sie benötigen wahrscheinlich am Anfang etwas mehr Hilfestellung beim Anlegen des Kindes. Bitten Sie dabei im Krankenhaus um Hilfe. Rücklings Stillen (dabei liegen sie auf dem Rücken und Ihr Kind quer auf Ihnen) und das Stillen in Seitenlage, sind zwei Positionen, die besonders für Kaiserschnittmütter empfehlenswert sind. Besuchen Sie eine Stillgruppe in Ihrer Nähe, wenn Sie Austausch und Informationen suchen.

    Wenn Sie die Plazenta sehen möchten oder sie sogar mitnehmen wollen nach Hause, dann bitten Sie im Vorfeld darum. Dieses einmalige Organ hat 9 Monate eine fantastische Arbeit getan und Sie und Ihr Kind auf eine besondere Weise miteinander verbunden. Es ist für manche Menschen sehr interessant, sie anzusehen und sich von ihr irgendwie zu verabschieden.
    Quelle: http://www.bauchgeburt.de/9.html

  • #2
    Re: Der selbstbestimmte Kaiserschnitt

    Danke für die Tipps, sie haben mir ein wenig die Angst vorm KS genommen

    Kommentar


    • #3
      Re: Der selbstbestimmte Kaiserschnitt

      das ist aber nicht wirklich umsetzbar. kaiserschnitt ist eine op. und im operationssaal gehts eben zu wie in einem operationssaal. bin jedoch der meinung, dass weder mutter noch kind schaden davon tragen. ich wollte auch ks haben und hab es nie bereut. schön ist es aber nicht. schmerzhaft.

      Kommentar


      • #4
        Re: Der selbstbestimmte Kaiserschnitt

        Hier bin ich ausnahmsweise mal ganz Marion's Meinung! Diese Dinge sind ja nicht umsonst so um werdende KS-Mütter zu enttäuschen, sondern weil da Sicherheit im Vordergrund steht! Ein frisch geborenes Baby im kalten OP zu lassen ist ziemlich fahrlässig und wird daher auch nicht gemacht! Diese Dinge haben einen guten Grund und ich glaube nicht das es bei einer Bauch-OP klug ist zu versuchen, seinen Willen durchzusetzen die gegen die Sicherheit gehen!

        Selbstbestimmter KS ist gut und schön, aber diese Geburtspläne sind der Realität sehr sehr fern!

        Kommentar


        • #5
          Re: Der selbstbestimmte Kaiserschnitt

          Das würde ich so nicht sagen! Ich kenne schon einige KS Mütter, die so einen Geburtsplan durchgezogen haben.
          Und ich kenne auch Spitäler in Ö, die das machen! Damit dem kleinen nicht kalt wird im OP gibt es einige Möglichkeiten: eine warme wollhaube, nackt auf mamas nackte brust legen und dann mit tüchern und silberfolie abdecken, noch besser wäre vorher ein bondingtuch anzulegen (gibts von hoppediz glaub ich).

          Und man muss ja nicht alle diese Dinge mit zwang umsetzten wollen, ich woltle damit anregen, dass man vorher mit der hebamme und dem arzt darüber reden kann!

          Im dem Spital in dem ich arbeite wird so einiges umgesetzt, was die werdende Mutter sich wünscht! Sei es Wunschmusik zur Entspannung während dem KS, Bondig schon im OP oder zumindest auf Papas Brust und die erste Untersuchung erst mit Mama gemeinsam im Kreissaal, Baby erst auf Wunsch der mama baden, Kathether erst im OP nach Kreuzstich setzen, Nabelschnur länger lassen, damit Mama und/oder Papa abnabeln können, kein unnötiges Absaugen, gedämmtes Licht wenn das Kleine aus dem Bauch gehoben wird, etc...

          Sicher ist es eine OP, aber die Operatheure lassen mit sich reden, und mit einen Geburtsplan und einer guten Hebamme an der Seite lässt es sich auch umsetzten!

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