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Unser "kleiner" Emil

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  • Unser "kleiner" Emil

    Hallo ihr Lieben!

    Seit gestern Abend sind wir zu Hause und nun finde ich einmal kurz Zeit, um mich zu melden:

    Am Mittwoch, 05.09., ging es plötzlich in der Früh los. Um 5.30 sprang ich aus dem Bett, weil ich merkte, dass es "plopp" gemacht hat und irgendetwas unkontrolliert ausrinnt. Zuerst dachte ich, dass die Fruchtblase geplatzt wäre, dann sah ich, dass ca. eine handvoll klare, aber schleimige Flüssigkeit abging - also tippte ich eher auf den Schleimpfropf - was auch so war.
    Ich versuchte dann noch weiterzuschlafen, doch irgendwie ging es nicht, da ich immer wieder ein leichtes Ziehen bekam, als ich gerade wieder eingeschlafen wäre. Mein Mann wollte wissen, ob wir schon früher ins KH fahren sollen - da wir ja um 11.30 unseren CTG-Termin hatten - doch ich meinte, dass das noch nicht nötig wäre.
    Ich stand dann ca. gegen 7.30 auf, um meinen Mann noch schlafen zu lassen und hab einfach geschaut, dass ich die restlichen Sachen herrichte und einpacke, die ich noch brauchen könnte. Immer wieder merkte ich, dass ein Ziehen kam, so blieb ich stehen und habe kurz veratmet und dann ging es wieder. Es war wirklich erträglich und "nur" ein unangenehmes Ziehen, somit dachte ich "Juhu, heute sehen wir endlich beim CTG ein paar Wehen", hatte aber auch Angst, dass wir wieder heimgeschickt werden, spazieren gehen sollen,..etc. - weil sich beim Muttermund vielleicht noch nichts getan hat. Leichte Blutungen hatte ich auch die ganze Zeit.
    Um 11.00 machten wir uns dann auf den Weg ins KH zum CTG-Termin - die Taschen hatten wir sicherheitshalber im Auto bereits mit. Abstände der "Eröffnungswehen" (wie ich es empfand) waren bei der Autofahrt bei 3-5 Minuten, Wehendauer ca. eine halbe Minute.
    Als ich ankam konnte ich zum ersten Mal gleich zum CTG - weil der Warteraum einmal komplett leer war (das war noch nie der Fall) und da sah man dann auch schon schön die Wehen. Zu meiner riesen Freude kam dann auch noch die Hebamme von meinem Geburtsvorbereitungskurs - die eigentlich schon Urlaub gehabt hätte, aber weil sie davor krank war, war an diesem Tag ihr letzter Dienst. Sie untersuchte mich und sah mich mit großen Augen an und sagte "5cm offen - d.h. du kannst gleich da bleiben". Mein Mann holte somit die Taschen aus dem Auto und wir haben das Zimmer bezogen – danach sind wir ins Kreißzimmer übersiedelt – wo ich fleißig Wehen veratmet habe. Ich hatte den gesamten Schmerz im Kreuz – Po – Bereich, somit war liegen überhaupt nicht möglich. Ich bin viel herummarschiert und hab mich dann einfach wo angehalten, um die Wehe zu veratmen. Auch das Bett habe ich mir höher gestellt und mich dort in den Polster gelehnt. Das ging eine Zeit lang so dahin, bis ich immer müder und müder wurde. Um 15.15 kam die Hebamme wieder einmal zur Mumu-Kontrolle. Sie meinte dann, dass ich wohl nun nicht so zufrieden sein werde, sie ist es aber sehr. Der Mumu war nach wie vor bei 5-6cm, aber der Kopf vom Kleinen hatte sich endlich abgesenkt, der lag nämlich immer noch weit oben, als wir ankamen – der Zwerg hatte sich ja bis zum Schluss nicht abgesenkt. Nun gut, als ich das hörte – stellte ich mich schon einmal auf eine lange Nacht ein… Ich wurde immer müder, weil es einfach extrem anstrengend war, die Wehen im Stehen zu veratmen. Hab mich oft auf einen Sessel gesetzt und bin dann schnell aufgestanden, als die Wehe kam. Aber die Kraft hatte ich kaum noch, wäre gegen 16.00 gerne zwischen den Wehen eingeschlafen – die Möglichkeit hatte ich jedoch von der Position her nicht und außerdem kamen meine Wehen im Abstand von 2-3 Minuten – immer so eine halbe Minute lang.
    Gegen 17.00 hörte ich im Kreißzimmer neben mir eine andere Frau schrecklich schreien und ich bekam es immer mehr mit der Angst zu tun. Ich dachte nur „oh Gott, oh Gott, was kommt da noch auf mich zu“ – denn die Presswehen kannte ich ja noch nicht und die standen mir noch bevor.
    Langsam bekam ich bei den Wehen immer mal wieder einen leichten Druck dazu, der mich zum „Andrücken“ bzw. leichten Pressen verleitete. Ich hab dann der Hebamme Bescheid gesagt und die meinte: „Na dann schauen wir wieder nach.“ Ganz erstaunt stellte sie fest, dass der Mumu nun 9cm geöffnet war und bekam nun etwas Stress, da die Frau im Kreißzimmer neben mir immer noch in den Presswehen lag und sie meinte, wir sollen es uns gut einteilen.
    Gegen 17.15 kam die erste Presswehe wie ein Schlag ins Gesicht, gleichzeitig platzte die Fruchtblase und ein riesen Schwall Fruchtwasser kam heraus. Ich habe mir unter Presswehe immer vorgestellt, dass man 1x pressen müsste und dann hätte man wieder Ruhe – aber dass man da gleich zack, zack, zack immer wieder den Drang zu pressen bekommt, bis man eine kurze Pause bekommt, das war mir zuvor unvorstellbar. Alles davor ging ja wirklich schön zu veratmen, aber die Presswehen waren echt der reinste Horror. Wobei ich sagen muss, dass ich jetzt schon nicht mehr wirklich weiß, wie sie sich angefühlt haben und ich mich nur erinnern kann, dass ich mir während der Geburt gedacht hab, dass es zu überleben ist.
    Von der Position her hat mich die Hebamme auf den Hocker gesetzt und mein Mann saß hinter mir. Im Stehen hätte es nicht funktioniert, weil ich (auch durch mein Hohlkreuz bedingt) mich immer nach hinten gebogen habe beim Drücken und nicht nach vor. So half mein Mann von hinten mit. Wir hielten uns an den Händen – die ich ihm beim Pressen natürlich schön zusammengedrückt habe (aber er hat sich nicht beschwert) Und er drückte in den Presswehen meinen Körper nach vor, so dass ich nicht nach hinten aus konnte. In den Wehenpausen ließ ich mich immer mit meinem Kopf auf seine Schulter fallen und wünschte mir einfach nur noch, dass der Kleine endlich rauskommt. Ich hatte die Augen nur noch geschlossen und merkte, dass ich langsam nicht mehr konnte. Mittlerweile waren nun 1,5 Stunden Presswehen vergangen! Die Oberärztin, die schon eine Weile dabeisaß wurde schon etwas unruhig, da die Herztöne vom Kleinen langsam abfielen, die Hebamme war noch ganz entspannt und hat mir immer gut zugesprochen, genauso wie mein Mann. Das war wirklich spitze, ohne die beiden hätte ich es wohl nicht geschafft! Irgendwann sagte die Oberärztin dann jedoch „So, jetzt müssen wir aber!“ Die Hebamme sagte zu mir nur, dass diese Position so nicht wirklich passt und ich für die letzten Wehen ins Bett gehen soll. Mir war zu dem Zeitpunkt schon alles Recht, so haben sie mir ins Bett geholfen und dort ging es dann recht schnell. Nach drei weiteren Presswehen war der Kleine dann endlich da und ich war einfach nur erleichtert und erledigt! Sie haben ihn mir dann auf die Brust gelegt und mich zugedeckt. Ich begann durch die Anstrengung extrem zu zittern, war aber einfach nur glücklich, dass ich den Kleinen nun endlich in den Armen hielt und lag mit ihm im Arm einfach nur erschöpft da.
    Kurz darauf war die Plazenta da und dann erfuhr ich, dass ich genäht werden muss, weil ich einen Dammschnitt bekommen hatte. Ich hab das gar nicht mitbekommen und muss ganz ehrlich sagen, dass ich sehr froh darüber bin, dass sie es mir während der Geburt NICHT gesagt haben. Aus dem Grund haben sie mich nämlich ins Bett verfrachtet und ohne Dammschnitt hätte der Kopf des Kleinen wohl nie bei mir durchgepasst. Hätten sie es mir gesagt, hätte ich wohl nur Angst od. Panik gehabt, so habe ich gar nichts gespürt od. mitbekommen (hatte ja die Augen sowieso nur noch geschlossen, weil ich einfach nicht mehr konnte). Das Nähen im Anschluss war auch nicht tragisch. Der Kleine lag weiterhin auf mir, ich wurde lokal betäubt und dann war das auch recht bald erledigt.
    Gleich nach der Geburt habe ich zu meinem Mann gesagt, dass es gar nicht so schlimm war und ich mir ein 2. Kind vorstellen könnte – das waren bestimmt die ganzen Glückshormone. Einen Tag später sah das schon wieder ganz anders aus, ich kann mich zwar nicht mehr genau erinnern, wie sich die Schmerzen,..etc. angefühlt haben, aber dennoch merke ich, dass ich die gesamte Geburt nun erst verarbeiten muss und nach den ersten 5 Tagen mit wunden Brustwaren, Milcheinschuss und der Dammnaht erst einmal zurechtkommen muss und etwas Zeit vergehen muss. Der Kleine ist echt traumhaft – sehr glücklich und zufrieden scheint er angekommen zu sein. Das hat mir auch die Hebamme bestätigt, die zur Nachbetreuung kommt. Man merkt wirklich, dass seine Zeit reif war und er landen konnte.

    Nun zu den Daten von meinem „kleinen“ Sonnenschein Emil:
    Gewicht: 3776g
    Größe: 57cm (!!)
    KU: 37,5cm (!!)

  • #2
    Re: Unser "kleiner" Emil

    herzlichen glückwunsch zum "kleinen" mann
    ich wünsch euch eine schöne kuschel- und kennenlernzeit!! alles gute!!!

    er ist ja wirklich ein riese!!

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    • #3
      Re: Unser "kleiner" Emil

      herzlichen glückwunsch!!! freut mich, dass du nun endlich kuscheln darfst! wahnsinn, ein kleiner riese ggg

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      • #4
        Re: Unser "kleiner" Emil

        Liebe Evelyn,
        Ich wünsch euch auch hier noch mal alles, alles Gute zu eurem Sonnenschein! Hast du toll gemacht!! Ich freu mich sehr für dich, dass du es nun geschafft hast und wünsche dir, dass du dich schnell erholen kannst und die erste Zeit genießen kannst!
        Du hast ja eine tolle Nachbetreuungshebamme (richte ihr doch liebe Grüße von mir aus,wenn sie wieder kommt - hoff sie kennt mich noch vom letzten Rückbildungskurs ) und ich kann dir nur raten, rede viel mit ihr über die Geburt und alles was dich beschäftigt - mir hat meine Hebamme sehr geholfen, sowohl die erste, als auch die zweite Geburt gut verarbeiten zu können!
        Alles Liebe und würde mich freuen, euch bald mal zu sehen, wenn ihr euch eingelebt habt und du wieder fit bist

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        • #5
          Re: Unser "kleiner" Emil

          Alles liebe zum Sonnenschein Emil!!! ganz schön großer Kerl =) habt ihr toll gemacht!!

          alles liebe !!

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          • #6
            Re: Unser "kleiner" Emil

            herzlichen glückwunsch
            wow so stolze daten meiner hatte auch einen ku von 37,5.

            lg laura

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            • #7
              Re: Unser "kleiner" Emil

              Liebe Evelyn!!

              Alles gute zu deinem riesen!!! Ich wünsch dir das alles schnell vergeht und du die zeit mit deinem emil geniesen kannst!!!

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              • #8
                Re: Unser "kleiner" Emil

                hi evelyn
                herzlichen glückwunsch zu eurem emil
                wünsch euch eine gute anfangszeit genießts es

                is ja wirklich ein kleiner riese

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                • #9
                  Re: Unser "kleiner" Emil

                  Gratuliere zum kleinen Riesen *gg*

                  Eine schöne Kuschel und kennenlernzeit

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                  • #10
                    Re: Unser "kleiner" Emil

                    Ich danke euch allen für die lieben Glückwünsche!

                    @Ina Vielen lieben Dank!! Sobald wir uns gut eingelebt haben und ich halbwegs fit bin, komme ich gerne einmal auf einen Besuch vorbei

                    Kommentar


                    • #11
                      Re: Unser "kleiner" Emil

                      Herzlichen Glückwunsch seid eimal ganz fest gedrückt ihr zwei

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                      • #12
                        Re: Unser "kleiner" Emil

                        Herzlichen Glückwunsch zur geburt! Eine schöne zeit wünsch ich euch!

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                        • #13
                          Re: Unser "kleiner" Emil

                          Gratuliere zum kleinen Mann!

                          Viel Spaß und schönes Kuscheln!

                          Kommentar


                          • #14
                            Re: Unser "kleiner" Emil

                            Auch von mir herzlichen Glückwunsch zum kleine Emil! Viel Freude mit dem kleinen Riesen wünsch ich

                            Kommentar


                            • #15
                              Re: Unser "kleiner" Emil

                              Gratuliere zur Geburt - echt ein schöner Name - gefällt mir total gut u. hab ich auch im Hinterkopf bei einem eventuell 2. Kind.

                              Ach ich versteh dich nur zu gut. Man glaubt mit der Geburt ist alles Schmerzhafte erledigt. Aber die Geburt war für mich auch ein Klaks im Gegensatz zu den Sachen danach (Milcheinschuss mega- mega schmerzhaft - ganzen Tag nur geweint u. Brustwarzen wund u. jedes Anlegen schmerzhaft, hatte zwar nur einen kleinen vaginalen Riss - aber trotzdem extrem unangenehm u. vorallem die dicken Binden u. der Blutfluss u. man fühlt sich generell total kraftlos). Bei mir kam das auch erst nach 2 Tagen nach der Geburt - aber Gott sei Dank fühlte ich mich ca. 7-8 Tage nach der Geburt wieder viel besser.
                              Hoffe dir gehts auch schon wieder besser u. du hast dich schon ein bisschen eingelebt mit deinem "kleinen" Mann?

                              Wünsch dir noch eine schöne Kuschelzeit.
                              lg Sandra

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