{"id":1715,"date":"2014-08-27T07:55:16","date_gmt":"2014-08-27T05:55:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/?p=1715"},"modified":"2014-08-27T09:51:35","modified_gmt":"2014-08-27T07:51:35","slug":"amniozentese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/amniozentese\/","title":{"rendered":"Amniozentese &#8211; Fruchtwasseruntersuchung"},"content":{"rendered":"<h2>Pr\u00e4nataldiagnostik ist auf dem Vormarsch<\/h2>\n<p>Immer h\u00e4ufiger entscheiden sich werdende Eltern daf\u00fcr, den Gesundheitsstatus ihres ungeborenen Kindes durch Pr\u00e4nataldiagnostik zu ermitteln. Die Amniozentese (auch Fruchtwasseruntersuchung genannt) geh\u00f6rt zu den spezielleren Untersuchungen, sie wird in der Regel immer dann durchgef\u00fchrt, wenn das Ersttrimesterscreening Anhaltspunkte f\u00fcr eine Fehlbildung oder Abweichung der Chromosomen gegeben hat. Bei der Amniozentese erfolgt eine direkte Untersuchung der kindlichen Zellen, diese werden aus dem Fruchtwasser entnommen.\n<p>Die Amniozentese ist eine Untersuchung, die eine genaue Diagnosestellung erm\u00f6glicht und die in der Lage ist, viele fr\u00fchkindliche Erkrankungen bereits im Mutterleib aufzusp\u00fcren. Anders als beispielsweise das Ersttrimesterscreening, bedeutet die Durchf\u00fchrung der Amniozentese allerdings auch ein Risiko f\u00fcr das ungeborene Baby.<\/p>\n<h3>Fr\u00fcher Termin erh\u00f6ht Handlungsfreiheit<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-957\" src=\"http:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/schwangerschaft.png\" alt=\"schwangerschaft\" width=\"143\" height=\"300\" \/>Der beste Zeitpunkt f\u00fcr eine Amniozentese liegt zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche, viele Eltern m\u00f6chten die Untersuchung jedoch bereits fr\u00fcher durchf\u00fchren lassen. Grund hierf\u00fcr ist, dass eine fr\u00fchere Untersuchung den Handlungsspielraum der Eltern erh\u00f6ht, wenn eine Fehlbildung oder Chromosomenanomalie nachgewiesen werden konnte. Liegt der Zeitraum der Amniozentese vor dem 15. Monat, ist es problemlos m\u00f6glich, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Bei einer sp\u00e4teren Untersuchung m\u00fcsste die Frau das Kind leblos zur Welt bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">[adsense]\n<p>Es sollte genau abgew\u00e4gt werden, ob die Amniozentese verfr\u00fcht durchgef\u00fchrt wird, da die Gefahr einer Fehlgeburt im Fr\u00fchstadium der Schwangerschaft deutlich erh\u00f6ht ist. Wenn es allerdings einen medizinischen Indikator gibt, der f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Amniozentese spricht, sollten die Vor- und Nachteile abgewogen werden.<\/p>\n<h3>Sicherheit f\u00fcr werdende Eltern<\/h3>\n<p>Die Amniozentese und andere Untersuchungen im Rahmen der Pr\u00e4nataldiagnostik stellen f\u00fcr die werdenden Eltern ein hohes Ma\u00df an Sicherheit dar. Der Wunsch nach einem gesunden Baby besteht bei jeder Frau, durch Pr\u00e4nataldiagnostik ist es m\u00f6glich, vorhandene Fehlbildungen bereits im Mutterleib zu erkennen und dagegen vorgehen zu k\u00f6nnen. Auch wenn eine Heilung vorhandener Gendefekte nicht m\u00f6glich ist, bietet die Amniozentese die M\u00f6glichkeit eine aktive Entscheidung zu treffen, falls das Kind nicht vollkommen gesund ist.<\/p>\n<p>Viele Erkrankungen, wie beispielsweise Blutarmut oder Herz-Rhythmusst\u00f6rungen lassen sich Heute sogar im Mutterleib behandeln. \u00dcber die Nabelschnur ist es dem Pr\u00e4natalmediziner m\u00f6glich, einen Zugang zum kindlichen Organismus zu schaffen und diesen von au\u00dfen mit Medikamenten oder Bluttransfusionen zu behandeln. Die Amniozentese ist nicht die einzige M\u00f6glichkeit zur Diagnostik, es besteht zudem noch die M\u00f6glichkeit einer Nabelschnurpunktion, um Untersuchungen am Kind durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Hier gibt es ein Video zum Thema Fruchtwasseruntersuchung und auch dem &#8222;Preanatest&#8220;:<\/p>\n<p><iframe src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/XtOhj9_u-W4\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<h2>Ermittlung der g\u00fcnstigsten Position ist erforderlich<\/h2>\n<p>Bei der Amniozentese handelt es sich um eine Punktion des Fruchtwassers, daher ist es vorab notwendig, per Ultraschall eine gut geeignete Stelle am Bauch der Frau zu finden. Vermieden werden sollte die Punktion an der Stelle, wo die Plazenta mit der Geb\u00e4rmutter verbunden ist. Zudem sollte darauf geachtet werden, an welcher Position sich das ungeborene Kind befindet, denn dort sollte ebenfalls keine Punktion durchgef\u00fchrt werden. Grunds\u00e4tzlich gilt, je mehr Fruchtwasser sich an einer Position befindet, umso besser ist sie f\u00fcr die Amniozentese geeignet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Arzt die Nadel in die Bauchdecke der Frau einf\u00fchrt, verfolgt er das Geschehen per Ultraschall auf dem Monitor. Es ist somit m\u00f6glich, auf eventuelle Bewegungen des Babys sofort zu reagieren und das Verletzungsrisiko somit drastisch zu senken.<\/p>\n<h3>Keine Schmerzen durch \u00f6rtliche Bet\u00e4ubung<\/h3>\n<p>Viele Frauen haben Angst vor der Fruchtwasserpunktion, es entstehen allerdings keine Schmerzen, da die Frau eine <strong>\u00f6rtliche Bet\u00e4ubung<\/strong> erh\u00e4lt. Es wird ein Bet\u00e4ubungsmittel ausgew\u00e4hlt, welches m\u00f6glichst nebenwirkungsarm ist und keine Sch\u00e4den beim ungeborenen Kind verursachen kann. Erst wenn das Bet\u00e4ubungsmittel vollst\u00e4ndig wirkt, wird der Arzt mit der Punktion beginnen. Die Frau kann w\u00e4hrend der Fruchtwasserentnahme auf dem R\u00fccken oder auf der Seite liegen, ganz wie es f\u00fcr sie am bequemsten ist. Die Punktion selbst dauert nur wenige Minuten, das Bet\u00e4ubungsmittel wirkt meist deutlich l\u00e4nger, so dass auch nach dem Eingriff kaum Schmerzen zu erwarten sind.<\/p>\n<h3>Schnelle Durchf\u00fchrung der Punktion<\/h3>\n<p>Wenn die Bet\u00e4ubung vollst\u00e4ndig wirkt, f\u00fchrt der Arzt einen kleinen Schnitt durch, um die Bauchhaut zu trennen. Anschlie\u00dfend setzt er die Hohlnadel am Gewebe an und durchsticht dieses vollst\u00e4ndig, bis er in die Fruchtblase vorgedrungen ist. W\u00e4hrend des Vorgangs wird alles per Ultraschall auf dem Monitor beobachtet, um das Verletzungsrisiko f\u00fcrs Kind so gering wie m\u00f6glich zu halten. Etwa 15 &#8211; 20 ml. Fruchtwasser werden aus der Fruchtblase entnommen und sofort ins Labor geschickt.<\/p>\n<p>Das Ergebnis nach dem Amniozentese liegt nach ungef\u00e4hr zwei bis drei Wochen vor. Der minimale Einschnitt muss nicht gen\u00e4ht werden, meist wird ein straffes Pflaster \u00fcber der Wunde angebracht, innerhalb weniger Tage erinnert nur noch eine kleine Narbe an die Amniozentese.<\/p>\n<h2>Ebenfalls eine Form der Pr\u00e4nataldiagnostik &#8211; die Nabelschnurpunktion<\/h2>\n<p>Als Alternative zur Amniozentese wird hin und wieder eine Nabelschnurpunktion vorgenommen, auf diese Weise lassen sich ebenfalls Zellen des ungeborenen Kindes gewinnen, die Aufschluss \u00fcber vorliegende Erkrankungen geben k\u00f6nnen. Die Nabelschnurdiagnostik wird nur dann durchgef\u00fchrt, wenn das Blutbild der Mutter Anlass zur Sorge gegeben hat oder wenn sich beim Ersttrimesterscreening der Verdacht einer Sch\u00e4digung des Kindes erh\u00e4rtet hat. Durch die Nabelschnurpunktion lassen sich Informationen \u00fcber das Blut des Kindes gewinnen, auf diese Weise kann zum Beispiel die Blutgruppe bestimmt werden, um das Risiko einer Unvertr\u00e4glichkeit mit dem m\u00fctterlichen Blut zu ermitteln.<\/p>\n<h3>Infektionen durch Nabelschnurpunktion erkennen<\/h3>\n<p>Ebenso wie bei der Amniozentese l\u00e4sst sich auch bei der Nabelschnurpunktion feststellen, ob eine Chromosomenanomalie, wie beispielsweise das Down-Syndrom vorliegt. Dar\u00fcber hinaus l\u00e4sst sich durch eine Laboruntersuchung aber auch ermitteln, ob das Kind m\u00f6glicherweise einen Infekt wie beispielsweise Toxoplasmose oder R\u00f6teln aufweist. Die Gefahr einer Ansteckung von der Mutter auf das Kind ist hoch, wenn diese in der Schwangerschaft an R\u00f6teln erkrankt. Da die Sch\u00e4den f\u00fcr das Kind immens sein k\u00f6nnen, wird bei einer Erkrankung der Mutter eine Nabelschnurpunktion zu Diagnosezwecken durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<h3>Medikamentengabe im Mutterleib<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">[adsense]\n<p>Wenn bereits festgestellt wurde, dass das ungeborene Kind unter einem Infekt oder einer anderen Auff\u00e4lligkeit, wie beispielsweise Herz-Rhythmus-St\u00f6rungen leidet, k\u00f6nnen \u00fcber die Nabelschnur Medikamente zugef\u00fchrt werden. Dies ist im Rahmen der Nabelschnurpunktion problemlos m\u00f6glich, f\u00fcr das Kind ist der Eingriff vollkommen schmerzfrei und auch die Mutter wird dank Bet\u00e4ubung nichts sp\u00fcren. Dar\u00fcber hinaus ist es bei ungeborenen Kindern mit Blutarmut m\u00f6glich, \u00fcber die Nabelschnur eine Bluttransfusion zu verabreichen. Auch hier ist die Nabelschnurpunktion der geeignete Weg, um Zugang zum Blutkreislauf des Kindes zu bekommen.<\/p>\n<h2>Untersuchung dauert selbst nur maximal 15 Minuten<\/h2>\n<p>Vor dem Termin f\u00fcr eine Amniozentese sind die meisten werdenden M\u00fctter verst\u00e4ndlicherweise aufgeregt. Die Untersuchung ist nicht ganz risikofrei, zudem macht der Gedanke an die lange Kan\u00fcle Angst und die Furcht vor Schmerzen beunruhigt. Erfahrungen haben gezeigt, dass die meisten M\u00fctter nach der Untersuchung \u00fcberrascht waren, wie harmlos diese eigentlich abgelaufen ist.<\/p>\n<p>Schmerzen versp\u00fcrt fast niemand w\u00e4hrend der Behandlung, da die Einstichstelle bet\u00e4ubt wird und erst nach vollst\u00e4ndiger Wirkung der Bet\u00e4ubungsspritze mit der eigentlichen Untersuchung begonnen wird. Die Abnahme des Fruchtwassers dauert in der Regel zwischen f\u00fcnf und zehn Minuten, nur selten kann es bis zu 15 Minuten dauern, bis der Arzt das ben\u00f6tigte Fruchtwasser entnommen hat.<\/p>\n<h3>Vorbereitungszeit betr\u00e4gt etwa eine viertel Stunde<\/h3>\n<p>Bevor die eigentliche Abnahme des Fruchtwassers durchgef\u00fchrt wird, bedarf es einiger Zeit zur Vorbereitung der Untersuchung. Zun\u00e4chst wird per Ultraschall ermittelt, in welcher Lage sich das Baby aktuell befindet und wo die beste Position f\u00fcr die Punktion ist. Es ist wichtig darauf zu achten, dass das Baby mit der langen Kan\u00fcle weder ber\u00fchrt, noch in irgendeiner Form verletzt wird. Wurde eine Position gefunden, wird zun\u00e4chst die Einstichstelle bet\u00e4ubt, so dass die Frau keinerlei Schmerzen bei der Untersuchung versp\u00fcrt. Die meisten Bet\u00e4ubungsspritzen wirken nach etwa f\u00fcnf Minuten, so dass die Vorbereitung zusammen mit dem Ultraschall c.a 15 Minuten betr\u00e4gt.<\/p>\n<h3>Wartezeit bis zum Ergebnis ist lang<\/h3>\n<p>Die Amniozentese wird in der Regel nur dann durchgef\u00fchrt, wenn der Verdacht auf eine kindliche Fehlbildung oder eine Chromosomenanomalie vorhanden ist. Verst\u00e4ndlicherweise m\u00f6chten die Eltern am liebsten so schnell wie m\u00f6glich wissen, ob mit ihrem Baby alles in Ordnung ist.<\/p>\n<p>Die Analyse im Labor nimmt bis zu 14 Tagen in Anspruch, eine qu\u00e4lend lange Wartezeit f\u00fcr die werdende Mutter. Um bereits ein wenig Entspannung in die Lage zu bringen, bieten viele Praxen einen Schnelltest an, mit dem bereits innerhalb von zwei Tagen ermittelt werden kann, ob sich Hinweise auf kindliche Sch\u00e4den ergeben. Der Schnelltest muss von der Mutter selbst finanziert werden, die Krankenkasse finanziert nur die normale Laboranalyse.<\/p>\n<h2>Der Zeitpunkt richtet sich nach der Indikation<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">[adsense]\n<p>Wenn sich eine werdende Mutter f\u00fcr eine Amniozentese entscheidet, k\u00f6nnen verschiedene Gr\u00fcnde hierf\u00fcr vorliegen. Ab dem 35. Lebensjahr finanzieren die Krankenkassen die Fruchtwasseruntersuchung, da das Risiko einer Chromosomenanomalie gleichzeitig mit dem Alter der Mutter ansteigt. Doch auch bei jungen M\u00fcttern kann es Gr\u00fcnde f\u00fcr die Untersuchung geben, h\u00e4ufig wird sie durchgef\u00fchrt, wenn das Ersttrimesterscreening auff\u00e4llige Werte ergeben hatte. Der beste Zeitpunkt f\u00fcr eine Fruchtwasseruntersuchung zur Abkl\u00e4rung potentieller Anomalien liegt zwischen der 15. und der 18. Schwangerschaftswoche.<\/p>\n<h3>Fr\u00fche Amniozentese mit erh\u00f6htem Risiko<\/h3>\n<p>In Ausnahmef\u00e4llen kann die Amniozentese bereits ab der 10. Schwangerschaftswoche durchgef\u00fchrt werden, meist wird von so einer fr\u00fchen Untersuchung aber Abstand genommen. Grund hierf\u00fcr ist, dass das Risiko einer Fehlgeburt im ersten Schwangerschaftsdrittel ohnehin erh\u00f6ht ist und durch die fr\u00fche Fruchtwasseruntersuchung noch weiter steigt. Nur selten ist eine so fr\u00fche Fruchtwasseruntersuchung notwendig, es geht hier meist darum, potentielle Sch\u00e4digungen vor der 12. Woche zu erkennen, da bis zu diesem Zeitpunkt eine straffreie Unterbrechung der Schwangerschaft m\u00f6glich ist. Ein sp\u00e4terer Schwangerschaftsabbruch ist nur nach medizinischer Indikation straffrei, nicht jede Fehlbildung stellt jedoch einen solchen Indikator dar.<\/p>\n<h3>Amniozentese im sp\u00e4ten Stadium der Schwangerschaft<\/h3>\n<p>In einigen F\u00e4llen kann es notwendig sein, dass nach der 30. Woche eine Amniozentese durchgef\u00fchrt wird. Dies ist insbesondere bei drohenden Fr\u00fchgeburten der Fall, da der Arzt durch die Untersuchung die Lungenfunktion des Babys kontrollieren kann. Bei einer Fr\u00fchgeburt ist es ma\u00dfgeblich entscheidend, ob das Baby bereits in der Lage ist zu atmen oder ob es ohne k\u00fcnstliche Beatmung nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig w\u00e4re. Ebenfalls durch die Amniozentese kann der Arzt feststellen, ob eine Blutgruppenunvertr\u00e4glichkeit zwischen Mutter und Kind besteht. Durch das Wissen \u00fcber eine solche Unvertr\u00e4glichkeit k\u00f6nnen rechtzeitig Gegenma\u00dfnahmen ergriffen werden, was f\u00fcr Mutter und Kind sehr hilfreich ist.<\/p>\n<h2>Unnat\u00fcrlicher Eingriff in die Natur<\/h2>\n<p>Gegner der Amniozentese berufen sich darauf, dass diese Untersuchung einen unnat\u00fcrlichen Eingriff in die Natur darstellt und Kindern m\u00f6glicherweise das Recht auf Leben genommen wird, nur weil sie nicht den gesundheitlichen Standards entsprechen. Ob dies ein zul\u00e4ssiges Argument gegen eine Amniozentese ist, muss jedes Elternpaar f\u00fcr sich selbst entscheiden, wie in vielen Lebensbereichen sprechen einige Punkte f\u00fcr die Pr\u00e4nataldiagnostik, w\u00e4hrend andere Kritikpunkte dagegen sprechen. Ein Nachteil der Amniozentese liegt in jedem Fall darin, dass das Risiko einer Fehlgeburt besonders bei fr\u00fcher Untersuchung erh\u00f6ht ist. Doch auch wenn die Amniozentese zum idealen Zeitpunkt zwischen der 15. und der 18. Schwangerschaftswoche durchgef\u00fchrt wird, besteht f\u00fcr das Baby ein erh\u00f6htes Fehlgeburtrisiko. Es ist in jedem Fall ratsam, die Amniozentese nur dann durchf\u00fchren zu lassen, wenn es medizinisch relevante Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Untersuchung gibt.<\/p>\n<h3>Aktive Entscheidung der Eltern m\u00f6glich<\/h3>\n<p>Durch die Amniozentese haben werdende Eltern die M\u00f6glichkeit, fr\u00fchzeitig zu erfahren, ob sich ihr Baby normal entwickelt oder ob eine Anomalie vorliegt. Im Falle einer Fehlbildung oder Anomalie k\u00f6nnen sich die Eltern informieren, was das Leben mit dem behinderten Kind bedeuten w\u00fcrde und welche Auswirkungen die Behinderung auf das Wohlbefinden des Kindes h\u00e4tte. Auch wenn ein schlechtes Ergebnis oft sehr belastend f\u00fcr die werdenden Eltern ist, gibt es dadurch die M\u00f6glichkeit sich aktiv f\u00fcr oder gegen das Leben mit einem oft schwer behinderten Kind zu entscheiden.<\/p>\n<p>Es gibt viele Kritiken zum kontrollierten Schwangerschaftsabbruch aus Krankheitsgr\u00fcnden, doch die Eltern sollten sich hinsichtlich ihrer Entscheidung nicht von unwissenden Menschen beeinflussen lassen. Niemand kann sich vorstellen, was eine solche Entscheidung f\u00fcr werdende Eltern bedeutet, wenn er nicht selbst einmal in einer solchen Lage gewesen ist. Es gibt immer wieder Kritiken, doch die meisten Menschen haben einfach nur Schwierigkeiten, sich in die Lage der betroffenen Personen zu versetzen.<\/p>\n<h3>Sorglose Schwangerschaft durch fr\u00fche Klarheit<\/h3>\n<p>Bei jeder Schwangerschaft schwingt immer auch die Angst mit, dass mit dem Kind etwas nicht in Ordnung sein k\u00f6nnte. Belastende Gedanken f\u00fcr die werdende Mutter und auch f\u00fcr den werdenden Vater. Diese Angst kann mit der Amniozentese \u00fcberwunden werden, denn die Eltern erhalten ein zuverl\u00e4ssiges Ergebnis hinsichtlich des Gesundheitsstatus ihres Babys. Nat\u00fcrlich kann es trotzdem im Verlauf der Schwangerschaft zu Komplikationen kommen, die gro\u00dfe Angst vor einer m\u00f6glichen Fehlbildung kann mit der Amniozentese jedoch einged\u00e4mmt werden.<\/p>\n<p>Besonders sinnvoll ist die Durchf\u00fchrung einer Amniozentese, wenn beispielsweise im Rahmen des Ersttrimesterscreenings eine erh\u00f6hte Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine Chromosomenanomalie festgestellt wurde. Wenn die Amniozentese diesen Verdacht ausr\u00e4umen kann, bedeutet dies oft eine gro\u00dfe Erleichterung f\u00fcr die werdende Mutter. Doch selbst wenn sich der Verdacht auf eine Sch\u00e4digung erh\u00e4rtet, bekommen die Eltern durch die Amniozentese endlich Klarheit, ein Zustand der f\u00fcr viele werdende Eltern sehr wichtig ist.<\/p>\n<h2>Grunds\u00e4tzlich erh\u00f6htes Risiko bei Amniozentese<\/h2>\n<p>Eine Fruchtwasserpunktion bedeutet immer ein erh\u00f6htes Risiko von Komplikationen f\u00fcr Mutter und Kind. Es sollte immer eine genaue Abw\u00e4gung erfolgen, ob die Untersuchung wirklich gemacht werden muss oder ob es im Zweifel besser w\u00e4re, darauf zu verzichten. Hat beispielsweise ein Ersttrimesterscreening bedenkliche Werte ergeben, ist es meist ratsam die Amniozentese trotz des Risikos durchzuf\u00fchren, um eine m\u00f6gliche Fehlbildung des Kindes rechtzeitig zu erkennen. Wird sich nach Kosten- und Nutzenabw\u00e4gung f\u00fcr die Amniozentese entschieden, sollte diese in einer sachkundigen Praxis f\u00fcr <strong>Pr\u00e4nataldiagnostik<\/strong> vorgenommen werden, denn ein guter Arzt kann das Risiko von Folgesch\u00e4den durch umsichtiges Vorgehen minimieren.<\/p>\n<h3>Vor der 14. Schwangerschaftswoche gr\u00f6\u00dferes Risiko<\/h3>\n<p>Der ideale Zeitpunkt f\u00fcr die Amniozentese liegt zwischen der 16. und der 18. Schwangerschaftswoche. Wird die Untersuchung vor der 14. Schwangerschaftswoche durchgef\u00fchrt, besteht ein deutlich erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine Fehlentwicklung des Kindes oder eine Fehlgeburt. Nach M\u00f6glichkeit sollte der Zeitpunkt also so gew\u00e4hlt werden, dass die Gefahr f\u00fcr das Kind nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig erh\u00f6ht ist. Generell kann es nach der Amniozentese zu Fr\u00fchwehen bei der Frau kommen, die im schlimmsten Fall eine Fehlgeburt nach sich ziehen. Um dieses Risiko einzud\u00e4mmen, sollte die Frau in den ersten Tagen nach der Punktion absolute Bettruhe einhalten und sich schonen.<\/p>\n<h3>Blutungen und Rhesus-Unvertr\u00e4glichkeit<\/h3>\n<p>Ein weiteres Risiko, welches die Amniozentese mit sich bringt, ist das Auftreten von Blutungen bei der Frau. Auch kann es im Rahmen der Untersuchung zu Verletzungen der Nabelschnur oder gar des ungeborenen Kindes kommen, dieses Risiko kann durch konsequente Ultraschall\u00fcberwachung aber sehr gering gehalten werden. Ein gr\u00f6\u00dferer Risikofaktor ist die Gefahr einer Rhesus-Unvertr\u00e4glichkeit, wenn das m\u00fctterliche Blut mit dem Blut des Kindes in Kontakt kommt. Haben Mutter und Kind verschiedene Blutgruppen oder einen unterschiedlichen Rhesusfaktor, kann es zu einer Unvertr\u00e4glichkeitsreaktion beim Kind kommen.<\/p>\n<h2>Wehen nach der Amniozentese<\/h2>\n<p>Bei einigen Frauen setzen kurz nach der Amniozentese Fr\u00fchwehen ein, die dann dringend medizinisch behandelt werden m\u00fcssen. Unbehandelt besteht die Gefahr einer Fr\u00fch- bzw. Fehlgeburt, daher sollte die Frau sofort ihren Gyn\u00e4kologen aufsuchen, wenn sie nach der Amniozentese Schmerzen oder starke Kontraktionen im Uterus versp\u00fcrt.<\/p>\n<p>Die Fr\u00fchwehen lassen sich durch Wehenhemmer oftmals schnell in den Griff bekomme, es ist allerdings erforderlich, dass die Frau sich schont und Bettruhe einh\u00e4lt. Durch starke, allt\u00e4gliche Belastungen w\u00fcrde das Risiko einer Fehlgeburt noch weiter steigen. Die Fr\u00fchwehen verschwinden im besten Fall innerhalb weniger Tage wieder und die Schwangerschaft nimmt einen ganz normalen Verlauf. Im schlimmsten Fall k\u00f6nnen Fr\u00fchwehen jedoch zu einer Fehlgeburt f\u00fchren, da die Amniozentese zwischen der 12. und der 16 Schwangerschaftswoche durchgef\u00fchrt wird, w\u00e4re ein zu diesem Zeitpunkt entbundenes Baby noch nicht lebensf\u00e4hig.<\/p>\n<h3>Wehenhemmer werden nicht pr\u00e4ventiv verabreicht<\/h3>\n<p>Einige Frauen haben den Wunsch, nach einer Amniozentese pr\u00e4ventiv Wehenhemmer einzunehmen. Dies ist medizinisch absolut nicht ratsam, da diese Medikamente Nebenwirkungen haben, die dem K\u00f6rper der Schwangeren nur im Ausnahmefall zugemutet werden sollten.<\/p>\n<p>Kommt es zu Fr\u00fchwehen, die nicht durch ausreichend Ruhe und weitgehende Bewegungslosigkeit einzud\u00e4mmen sind, wird der Frauenarzt von sich aus Wehenhemmer verordnen. Die Behandlung mit diesen Medikamenten sollte immer station\u00e4r im Krankenhaus erfolgen, so dass per CTG die Wehent\u00e4tigkeit st\u00e4ndig kontrolliert werden kann. Sobald die Fr\u00fchwehen wieder verschwunden sind, kann sich die betroffene Frau nat\u00fcrlich wieder frei bewegen, anstrengende, k\u00f6rperliche T\u00e4tigkeiten sollten aber noch eine Weile vermieden werden.<\/p>\n<h3>Bei gleichzeitigem Fruchtwasserverlust ist Achtung geboten<\/h3>\n<p>Wenn sich zu den Fr\u00fchwehen ein Verlust von Fruchtwasser einstellt, muss die werdende Mutter sofort station\u00e4r auf einer gyn\u00e4kologischen Station aufgenommen werden. Die Menge des Fruchtwassers sollte regelm\u00e4\u00dfig kontrolliert werden, den ein starker Verlust k\u00f6nnte auf einen Blasensprung hindeuten, was im schlimmsten Fall eine Fehlgeburt zur Folge haben kann. In vielen F\u00e4llen lassen sich sowohl die Fr\u00fchwehen, als auch der Verlust von Fruchtwasser erfolgreich stoppen, die Mutter muss sich allerdings genau an die Anweisungen des Arztes halten. Bettruhe ist in den meisten F\u00e4llen erforderlich, denn durch anstrengende Bewegungen oder belastende Arbeiten steigt das Risiko einer Fehlgeburt weiter an.<\/p>\n<h2>Blutungen nach Amniozentese sind selten<\/h2>\n<p>Die Amniozentese ist eine Untersuchung w\u00e4hrend der Schwangerschaft, die grunds\u00e4tzlich ein Risiko f\u00fcr das ungeborene Kind bedeutet. Auch wenn die Statistik beweist, dass nur wenige Frauen nach der Amniozentese ernsthafte Folgen sp\u00fcren, kann diese Form der Untersuchung nicht risikolos durchgef\u00fchrt werden. Im Fr\u00fchstadium der Schwangerschaft kommt es h\u00e4ufiger zu Fehlgeburten als in den letzten beiden Dritteln, durch die Amniozentese wird das Risiko eines spontanen Aborts noch einmal erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Wenn die Schwangere einige Wochen nach der Fruchtwasseruntersuchung keine Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf versp\u00fcrt hat, sinkt das Risiko wieder auf den normalen Wert. Das Baby wird durch die <strong>Fruchtwasseruntersuchung<\/strong> nicht direkt beeintr\u00e4chtigt, allerdings sp\u00fcrt die Geb\u00e4rmutter den unnat\u00fcrlichen Eingriff von au\u00dfen und reagiert oftmals sehr sensibel.<\/p>\n<h3>Kontraktionen und Blutungen k\u00f6nnen vorkommen<\/h3>\n<p>In der Regel reagiert die weibliche Geb\u00e4rmutter mit leichten bis mittelstarken Kontraktionen auf die Fruchtwasseruntersuchung. Der Eingriff erfolgt von au\u00dfen und der Arzt dringt mit der Kan\u00fcle bis in die Fruchtblase vor, ein Umstand der vom K\u00f6rper sehr wohl registriert wird.<\/p>\n<p>Die Kontraktionen der Geb\u00e4rmutter klingen in der Regel binnen weniger Tage wieder ab, sehr selten kann es gleichzeitig zu leichten Blutungen oder zum Verlust von Fruchtwasser kommen. Jede Blutung sollte nach der <strong>Amniozentese<\/strong> besonders ernst genommen und vom Arzt begutachtet werden. Nicht immer deutet eine Blutung direkt auf eine drohende Fehlgeburt hin, es ist jedoch m\u00f6glich, dass die Frau f\u00fcr einige Zeit Bettruhe einhalten muss, damit sie die Gesundheit ihres Babys nicht gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<h3>Viel Ruhe nach der Amniozentese<\/h3>\n<p>Wurde die Fruchtwasseruntersuchung durchgef\u00fchrt und kam es in Folge dessen zu Blutungen, ist Ruhe ein besonders wichtiger Aspekt, den die betroffene Frau einhalten sollte. Manchmal kann es durchaus sinnvoll sein, wenn sich die schwangere Frau f\u00fcr einige Tage absolute Bettruhe g\u00f6nnt. Unerl\u00e4sslich ist diese Zwangspause auf jeden Fall, wenn es nach der Amniozentese zum Abgang von Fruchtwasser oder zu Blutungen kam. Auch starke Kontraktionen der Geb\u00e4rmutter sind ein Anlass zur Sorge und sollten vom Arzt kontrolliert werden.<\/p>\n<p>Leichte bis mittelstarke Kontraktionen sind eine normale Reaktion, sie verschwinden innerhalb weniger Tage von selbst. Treten allerdings heftige Geb\u00e4rmutterkontraktionen auf, besteht das Risiko einer Fehlgeburt und die Behandlung im Krankenhaus wird meist erforderlich.<\/p>\n<h2>Die Krankenkasse \u00fcbernimmt die Kosten<\/h2>\n<p>Entscheidet sich ein Paar f\u00fcr eine Amniozentese, beispielsweise weil bei anderen,<strong> pr\u00e4nataldiagnostischen Untersuchungen<\/strong> festgestellt wurde, dass ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine Fehlbildung des Kindes besteht, \u00fcbernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten f\u00fcr diese Untersuchung. Der Gyn\u00e4kologe, welcher die Untersuchung durchf\u00fchrt, kann die Kosten f\u00fcr die Amniozentese direkt mit der Krankenkasse abrechnen, die werdenden Eltern bekommen keine gesonderte Rechnung zugestellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Eltern ist dies durchaus positiv, da sie nicht das notwendige Geld h\u00e4tten, eine Amniozentese auf eigene Rechnung durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<h3>Die FISH-Diagnostik muss selbst gezahlt werden<\/h3>\n<p>Das Ergebnis der Amniozentese liegt im Durchschnitt nach drei Wochen vor. Eine qu\u00e4lende Wartezeit f\u00fcr die werdenden Eltern, die nat\u00fcrlich m\u00f6glichst schnell wissen m\u00f6chten, wie es um die Gesundheit ihres Kindes bestellt ist. Der FISH-Test ist ein sogenannter Schnelltest, der innerhalb von ein bis zwei Tagen ermitteln kann, wie viele <strong>Chromosomen<\/strong> beim Kind vorhanden sind. Das Down-Syndrom kann per Fish-Test somit sehr schnell und zuverl\u00e4ssig vorhergesagt werden, ohne dass die vollen drei Wochen abgewartet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<h3>140 Euro f\u00fcr schnelle Gewissheit<\/h3>\n<p>Wenn sich die Eltern f\u00fcr einen zus\u00e4tzlichen Fish-Test im Rahmen der Amniozentese entscheiden, m\u00fcssen sie diese Untersuchung selbst bezahlen. Es fallen Kosten von c.a 140 Euro an, die nach Absprache auch in Raten an die Arztpraxis gezahlt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind nicht aussagekr\u00e4ftiger als das Ergebnis der Amniozentese, allerdings bekommen die Eltern beim Fish-Test schneller ein zuverl\u00e4ssiges Ergebnis hinsichtlich einer Chromosomenanomalie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr\u00e4nataldiagnostik ist auf dem Vormarsch Immer h\u00e4ufiger entscheiden sich werdende Eltern daf\u00fcr, den Gesundheitsstatus ihres ungeborenen Kindes durch Pr\u00e4nataldiagnostik zu ermitteln. 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