{"id":3394,"date":"2017-02-13T13:14:29","date_gmt":"2017-02-13T11:14:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/?p=3394"},"modified":"2017-02-20T10:41:14","modified_gmt":"2017-02-20T08:41:14","slug":"schwangerschaftsdiabetes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/schwangerschaftsdiabetes\/","title":{"rendered":"Schwangerschaftsdiabetes"},"content":{"rendered":"<p>Schwangerschaftsdiabetes tritt h\u00e4ufig als <strong>Begleiterkrankung w\u00e4hrend der Schwangerschaft<\/strong> auf. Schuld an der Entstehung ist meist eine fehlerhafte Aussch\u00fcttung des Hormons Insulin. Wird die Erkrankung diagnostiziert, muss sie behandelt werden, um m\u00f6gliche Komplikationen f\u00fcr die werdende Mutter und ihr ungeborenes Kind zu vermeiden.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zum <strong>Typ-1- oder Typ-2-Diabetes<\/strong> verschwindet der <strong>Schwangerschaftsdiabetes<\/strong> nach der Geburt meistens von alleine. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte \u00fcber diese besondere Form des Diabetes Mellitus und wie betroffene Frauen und Ihr ungeborenes Kind die Schwangerschaft dennoch unbeschadet \u00fcberstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3397\" src=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/zucker-messen.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/zucker-messen.jpg 750w, https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/zucker-messen-300x159.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<h2>Was ist Schwangerschaftsdiabetes?<\/h2>\n<p>Bei einem Schwangerschaftsdiabetes (auch <em>Gestationsdiabetes<\/em>) handelt es sich um eine Form der Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus). Die Erkrankung tritt in knapp vier Prozent aller <a href=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/schwangerschaft\/\">Schwangerschaften <\/a>auf und l\u00e4sst sich unter Anderem auf die ver\u00e4nderte Stoffwechsellage im K\u00f6rper der Mutter zur\u00fcckf\u00fchren. Damit geh\u00f6rt sie zu den am h\u00e4ufigsten auftretenden Begleiterkrankungen w\u00e4hrend einer Schwangerschaft.<\/p>\n<p>Der Schwangerschaftsdiabetes kann unbehandelt verheerende Folgen f\u00fcr Mutter und Kind haben, daher sollte die Schwangerschaft betroffener Frauen gegebenenfalls auch von einem Diabetologen begleitet werden. Nach der Geburt normalisiert sich der Hormonhaushalt der Mutter. Daher verschwindet der Schwangerschaftsdiabetes in den meisten F\u00e4llen von alleine.<br \/>\nZur Abgrenzung zu anderen Formen von Diabetes ist zu beachten, dass ein Schwangerschaftsdiabetes \u2013 <em>wie der Name besagt<\/em> \u2013 erst in der Schwangerschaft diagnostiziert wird. Frauen, die schon vor der Schwangerschaft an Diabetes erkrankt waren, geh\u00f6ren daher nicht in diese Patientengruppe.<\/p>\n<h3>Welche Faktoren verursachen einen Schwangerschaftsdiabetes?<\/h3>\n<p>In fast allen F\u00e4llen spielt bei der Entstehung der Erkrankung allein die Neuverteilung der Hormone w\u00e4hrend der Schwangerschaft eine bedeutende Rolle. Der K\u00f6rper der werdenden Mutter produziert eine Reihe von wichtigen Hormonen in gr\u00f6\u00dferen Mengen als sonst, da diese zur Versorgung des Kindes und zur Vorbereitung des m\u00fctterlichen K\u00f6rpers auf Geburt und Stillzeit ben\u00f6tigt werden:<\/p>\n<ul class=\"checklist\">\n<li><strong>Progesteron:<br \/>\n<\/strong>Progesteron ist ein weibliches Geschlechtshormon, das w\u00e4hrend dem Monatszyklus nach dem Eisprung aus Resten des Eifollikels gebildet wird. W\u00e4hrend der Schwangerschaft wird es in gr\u00f6\u00dferen Mengen ben\u00f6tigt. Daher wird das Hormon dann zus\u00e4tzlich im Mutterkuchen (Plazenta) gebildet. Die Aufgabe des Hormons besteht in der Aufrechterhaltung der Schwangerschaft, indem es unter Anderem die Geb\u00e4rmutterschleimheut verdickt, die Durchblutung im Bereich des Beckens verbessert und den Milchfluss vorbereitet.<\/li>\n<li><strong>\u00d6strogen:<br \/>\n<\/strong>Auch beim \u00d6strogen handelt es sich um ein weibliches Geschlechtshormon. Gerade dieses Hormon spielt in der Schwangerschaft eine zentrale Rolle, denn es bringt das Herz-Kreislaufsystem auf Hochtouren, damit das Kind optimal mit Sauerstoff versorgt werden kann. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt es ebenso wie das Progesteron die Vorbereitung der Brustdr\u00fcsen auf die Milchproduktion und erh\u00f6ht den Blutgehalt im K\u00f6rper der werdenden Mutter. Letzteres hat den positiven Nebeneffekt, dass die Haut schwangerer Frauen rosig frisch und das Haar voller als gewohnt erscheint.<\/li>\n<li><strong>Plazentalaktogen:<br \/>\n<\/strong>Dieses Hormon ben\u00f6tigt die werdende Mutter zur Freisetzung von Fetts\u00e4uren zur Vorbereitung auf den sp\u00e4teren Milchfluss. Au\u00dferdem ist es f\u00fcr das ungeborene Kind unentbehrlich, da es vermehrt Glukose (Zucker, der im Blutkreislauf Zirkuliert) freisetzt. Dadurch wird die ausreichende Versorgung des Kindes mit N\u00e4hrstoffen gew\u00e4hrleistet.<\/li>\n<li><strong>Kortisol:<\/strong><br \/>\nDie Kortisolkonzentration wird w\u00e4hrend der Schwangerschaft erh\u00f6ht, da es dem Kind hilft, die N\u00e4hrstoffe (auch die Glukose) besser aufzunehmen.<\/li>\n<li><strong>Prolaktin:<\/strong><br \/>\nDieses Hormon f\u00f6rdert w\u00e4hrend der Schwangerschaft gemeinsam mit den anderen aufgef\u00fchrten Hormonen die Vorbereitung auf den Milchfluss und h\u00e4lt diesen w\u00e4hrend der Stillzeit aufrecht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die hohe Konzentration dieser Hormone bringt allerdings den <strong>Blutzuckerhaushalt<\/strong> durcheinander, sodass die n\u00f6tige Insulinmenge angepasst werden muss. Einige Faktoren beg\u00fcnstigen zus\u00e4tzlich, dass das Insulin nicht richtig im K\u00f6rper freigesetzt werden kann. Diesen Zustand nennt man Insulinresistenz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3396\" src=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schwangere-frau.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"521\" srcset=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schwangere-frau.jpg 350w, https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schwangere-frau-202x300.jpg 202w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/>Zu den Faktoren, die einen Schwangerschaftsdiabetes beg\u00fcnstigen, geh\u00f6ren vor allem die Genetik und die k\u00f6rperliche Verfassung der werdenden Mutter. Genetisch bedingt ist das Risiko erh\u00f6ht, wenn in der Familie der werdenden Mutter Personen an Diabetes leiden.<\/p>\n<p>Bei der k\u00f6rperlichen Verfassung der Frau spielen vor allem ihr Alter und ihr Gewicht eine gro\u00dfe Rolle. Statistisch betrachtet entwickeln Frauen, die das 30. Lebensjahr bereits \u00fcberschritten haben, eher einen Schwangerschaftsdiabetes. Auch sind jene Frauen besonders oft betroffen, die zuvor eine oder mehrere Fehlgeburten erleiden mussten.<\/p>\n<p>Zum Gewicht der Frau z\u00e4hlt bez\u00fcglich der beg\u00fcnstigenden Faktoren zun\u00e4chst die H\u00f6he ihres K\u00f6rpergewichts w\u00e4hrend der Schwangerschaft. Das Risiko einen Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln ist ab einem BMI (Body-Mass-Index) \u00fcber 27 erh\u00f6ht. Gerade jene Fettzellen, die am Bauch sitzen, setzen bestimmte Entz\u00fcndungsstoffe frei. Diese f\u00fchren dazu, dass die Insulinresistenz, die ohnehin aufgrund der besonderen Stoffwechsellage w\u00e4hrend der Schwangerschaft herrscht, viel st\u00e4rker beg\u00fcnstigt wird. Dadurch gelangt nur eine geringe Menge Insulin ins Blut und es kommt zu einer Hyperglyk\u00e4mie (\u00dcberzuckerung).<\/p>\n<p>Doch nicht nur das Gewicht der Mutter zum Zeitpunkt bzw. unmittelbar vor der Schwangerschaft sagt aus, ob ein erh\u00f6htes Risiko besteht, dass sie einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt. Auch ihr eigenes Geburtsgewicht sagt aus, ob sie gef\u00e4hrdet ist. Dies ist n\u00e4mlich der Fall, wenn ihr eigenes Geburtsgewicht mehr als 4325 Gramm betragen hat.<\/p>\n<h3>Wie \u00e4u\u00dfert sich die Krankheit?<\/h3>\n<p>Ein Schwangerschaftsdiabetes verursacht in vielen F\u00e4llen keine Beschwerden. Das h\u00e4ngt damit zusammen, dass viele der klassischen Symptome eines Diabetes (z.B. M\u00fcdigkeit, Schw\u00e4che, ungew\u00f6hnlich gro\u00dfer Durst und h\u00e4ufiges Wasserlassen) w\u00e4hrend der Schwangerschaft falsch gedeutet werden, da diese Beschwerden denen einer Schwangerschaft sehr \u00e4hneln. Dennoch gibt es auch bei einem Schwangerschaftsdiabetes aussagekr\u00e4ftige Symptome, die auf die Erkrankung hindeuten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Hinweis l\u00e4sst sich bei den Vorsorgeuntersuchungen beim Gyn\u00e4kologen feststellen: wenn die Erkrankung besteht, ist das ungeborene Kind gr\u00f6\u00dfer und schwerer als der Durchschnitt. Auch kann der Gyn\u00e4kologe feststellen, dass die werdende Mutter zu viel Fruchtwasser produziert. Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt haben, leiden au\u00dferdem an hohem Blutdruck und an h\u00e4ufigen Harnwegsinfekten. Letztere entstehen durch die besonders guten Lebensbedingungen f\u00fcr Pilze und Bakterien aufgrund des hohen Zuckergehalts im Urin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3400\" src=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schwangerschaft-bauch-haende.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schwangerschaft-bauch-haende.jpg 750w, https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/schwangerschaft-bauch-haende-300x115.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<h3>Wie wird ein Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert?<\/h3>\n<p>Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen f\u00fchrt der Arzt bei Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes in der Regel zwischen der <a href=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/schwangerschaft-zweites-trimester\/\">24. und 28. Schwangerschaftswoche<\/a> einen oralen Glukosetoleranztest durch. Bei diesem Test, der bei Risikopatientinnen bereits in der 24. Schwangerschaftswoche durchgef\u00fchrt werden sollte, m\u00fcssen die Patientinnen einen glukosehaltigen Saft trinken. Nach einer kurzen Wartezeit wird dann der Blutzuckergehalt der Frau am Finger gemessen. Au\u00dfer diesem Zuckerbelastungstest fragt der Arzt die werdende Mutter nach Beschwerden, um Symptome ermitteln zu k\u00f6nnen. Von herk\u00f6mmlichen Tests, die zur Ermittlung anderer Formen von Diabetes Mellitus zum Einsatz kommen (Messung des Blutzuckergehalts im Urin und Ermittlung des Langzeitwerts HbA1c) wird abgesehen, da sie bei einem Schwangerschaftsdiabetes nicht aussagekr\u00e4ftig sind.<\/p>\n<h3>Worauf sollte bei der Behandlung geachtet werden?<\/h3>\n<p>Das wichtigste Ziel bei der Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes ist die Normalisierung der Blutzuckerwerte der werdenden Mutter. Diese sollten in n\u00fcchternem Zustand nicht h\u00f6her als 95 mg\/dl (Milligramm pro Deziliter) und zwei Stunden nach den Mahlzeiten nicht h\u00f6her als 120 mg\/dl sein. Die meisten Patientinnen erreichen diese Werte bereits durch eine ausgewogene Ern\u00e4hrung. Dies bedeutet, dass betroffene Frauen maximal 2000 Kilokalorien pro Tag zu sich nehmen sollten. Dabei sollten sie auf jene Lebensmittel verzichten, die schnell in den Blutzuckerkreislauf gelangen. Diese so genannten \u201eschnellen Kohlenhydrate\u201c sind beispielsweise in Fruchts\u00e4ften oder in wei\u00dfem Mehl enthalten. Daher sollten sie Vollkornprodukte bevorzugen. Diese werden sehr langsam ins Blut abgegeben und der Blutzuckerspiegel steigt nicht rapide an. Erg\u00e4nzend sollten die Patientinnen schonend in Bewegung bleiben (z.B. spazieren oder schwimmen) und viel Wasser trinken, damit der Blutzucker besser ausgeschieden werden kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3398\" src=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/frauenartz-besuch.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"407\" srcset=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/frauenartz-besuch.jpg 750w, https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/frauenartz-besuch-300x163.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Wenn die Ern\u00e4hrungsumstellung alleine nicht ausreicht, ist eine Behandlung mit Insulin unumg\u00e4nglich. Unter den zahlreichen auf dem Markt erh\u00e4ltlichen Insulinpr\u00e4paraten wird ein Insulin gespritzt, welches den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach den Mahlzeiten verhindert. Werdende M\u00fctter m\u00fcssen sich dieses Insulin kurz vor den Mahlzeiten subkutan (unter die Haut) spritzen. Manchmal m\u00fcssen sie sich zus\u00e4tzlich Basalinsulin spritzen. Letzteres sorgt daf\u00fcr, dass der basale Insulinbedarf gedeckt wird.<\/p>\n<p>Die Blutzuckersenkenden Tabletten, die sonst bei anderen Formen von Diabetes zum Einsatz kommen, sind nicht f\u00fcr schwangere Frauen zugelassen. Bei diesen Mitteln kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeintr\u00e4chtigen. Eine Ausnahme bilden in einigen L\u00e4ndern nur Tabletten mit dem Wirkstoff \u201eMetformin\u201c. Diese d\u00fcrfen dann unterst\u00fctzend zum Insulin eingesetzt werden. In der Stillzeit sind sie jedoch \u00fcberall verboten.<\/p>\n<h3>Wie verl\u00e4uft ein Schwangerschaftsdiabetes und welche Folgen bringt er mit sich?<\/h3>\n<p>Obwohl ein Schwangerschaftsdiabetes in aller Regel nach der Geburt des Kindes von alleine verschwindet, bilden betroffene Frauen eine so genannte Risikogruppe. Das bedeutet, dass aufgrund des Schwangerschaftsdiabetes Komplikationen auftreten k\u00f6nnen, wenn er nicht richtig behandelt wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr die werdende Mutter besteht aufgrund der diabetischen Stoffwechsellage neben den bereits erw\u00e4hnten Beschwerden auch die Gefahr einer Pr\u00e4eklampsie (<em>Zusammenspiel von Wassereinlagerungen in den Beinen, Ausscheidung von Eiwei\u00df \u00fcber den Urin und Bluthochdruck<\/em>). Pr\u00e4eklampsie ist h\u00e4ufig die Vorstufe einer bedrohlichen Eklampsie, bei der es zu Beschwerden wie Flimmersehen, Kopfschmerzen und Krampfanf\u00e4llen kommt. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit kann sich daraus wiederum das lebensgef\u00e4hrliche <strong>HELLP-Syndrom<\/strong> entwickeln, das mit dem Zerfall roter Blutzellen, erh\u00f6hten Leberwerten und einer schwindenden Anzahl an Blutpl\u00e4ttchen einhergeht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3399\" src=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ultraschall-untersuchung.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ultraschall-untersuchung.jpg 750w, https:\/\/www.eltern-forum.at\/ratgeber-news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ultraschall-untersuchung-300x130.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Neben diesem erschreckenden Szenario droht unter Umst\u00e4nden auch eine Fr\u00fchgeburt. Dazu kann es kommen, da bei einem Schwangerschaftsdiabetes bis zur doppelten Menge Fruchtwasser produziert wird. Dies kann wiederum zu einer \u00dcberlastung der Geb\u00e4rmutter f\u00fchren und die Fruchtblase zum platzen bringen.<\/p>\n<p>Auch das Kind ist gef\u00e4hrlichen Komplikationen ausgesetzt, wenn der Diabetes nicht gut eingestellt wird. Dazu z\u00e4hlen zun\u00e4chst m\u00f6gliche Fehlbildungen. Besonders h\u00e4ufig kommt es zu Malformationen des Darms und des Herzens. Das Risiko f\u00fcr diese Fehlbildungen ist umso gr\u00f6\u00dfer, je fr\u00fcher der Schwangerschaftsdiabetes ausbricht. Unmittelbar nach der Geburt drohen dem Kind vor Allem eine pl\u00f6tzliche Hypoglyk\u00e4mie (Unterzuckerung) und eine lebensbedrohliche Atemnot.<\/p>\n<p>Da das Kind bei einem Schwangerschaftsdiabetes deutlich gr\u00f6\u00dfer ist als bei einer komplikationslosen Schwangerschaft drohen der Mutter bei der Geburt zus\u00e4tzliche Verletzungen. Um diese zu vermeiden kommt das Kind meist per Kaiserschnitt zur Welt.<\/p>\n<p>Obwohl ein Schwangerschaftsdiabetes von alleine verschwindet ist es wichtig anzumerken, dass das Risiko, bei einer weiteren Schwangerschaft erneut einen zu entwickeln, auf <strong>50 Prozent<\/strong> ansteigt. Die H\u00e4lfte der Patientinnen erkrankt innerhalb von zehn Jahren nach dem Schwangerschaftsdiabetes an einer dauerhaften Zuckerkrankheit. Zur Vorbeugung wird Frauen mit Kinderwunsch daher angeraten, eine Schwangerschaft m\u00f6glichst mit einem f\u00fcr ihre K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe normalen K\u00f6rpergewicht zu planen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwangerschaftsdiabetes tritt h\u00e4ufig als Begleiterkrankung w\u00e4hrend der Schwangerschaft auf. Schuld an der Entstehung ist meist eine fehlerhafte Aussch\u00fcttung des Hormons Insulin. 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