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Ohne Geld keine Kinder: Krise senkt Geburtenraten - Eure Meinung???

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    Ohne Geld keine Kinder: Krise senkt Geburtenraten - Eure Meinung???

    Da in den letzten Tagen in den Nachrichten das Thema (siehe unten) immer wieder aufkommt - Wie ist da eure Meinung??



    Die Wirtschaftskrise hat die südlichen Euro-Staaten fest im Griff, die Auswirkungen der Sparpolitik und der hohen Arbeitslosigkeit wirkt sich auch auf die Familienplanung der Bürger aus. Eine nun veröffentlichte Studie zeigt deutlich, dass die Menschen sich beim Kinderkriegen aus Angst vor der Armut zurück halten.

    Teure Kinder
    Die Entscheidung für oder gegen Familienzuwachs ist in vielen Fällen auch eine Frage des Einkommens. Wer ohnehin schon am Existenzminimum lebt, der kann sich die Kosten für ein Kind schlichtweg nicht leisten. Diese können sich bis zur Volljährigkeit gut und gerne auf bis zu 120.000 Euro summieren, was einer monatlichen Belastung von etwa 550 Euro entspricht. Dieses Zahlenbeispiel trifft für ein Kind in Deutschland zu, ist mit abgewandelten Zahlen auch für andere europäische Länder gültig.
    Neben den direkten Kosten ist auch die einschneidende Veränderung im Leben der jungen Eltern ein weiteres Entscheidungskriterium den Nachwuchs betreffend. Je nach staatlicher Förderung und Unterstützung behindert ein Kind mehr oder weniger die Chancen auf dem Arbeitsmarkt beziehungsweise sorgt für einen Bruch in der Karriere.

    Korrelation zwischen Arbeitslosigkeit und Kinderverzicht
    Die logischen Überlegungen zum Kinderkriegen werden nun in einer Studie des Max-Planck-Institutes für demografische Forschung in Rostock bestätigt. In den Ländern mit steigender Arbeitslosigkeit und dabei insbesondere steigender Jugendarbeitslosigkeit, kommt es zu einem merkbaren Rückgang der Geburtenzahlen. In Spanien, Kroatien, Irland, Ungarn und Lettland verzichten gerade die jungen Menschen unter 25 Jahren auf Kinder, insbesondere betroffen ist dabei die Geburt des 1. Kindes. Wer arbeitslos ist und dessen Zukunft nicht gewiss ist, verzichtet in diesen Ländern tendenziell auf Nachwuchs.

    Als konkretes Beispiel kann Spanien herangezogen, dessen Bevölkerung unter einer sehr hohen Jugendarbeitslosigkeit leidet. Fast ein Fünftel der Spanier unter 25 Jahren findet zurzeit trotz Suche keine Arbeit, die Gesamtarbeitslosigkeit lag 2009 bei ungefähr 21 Prozent. Zu Beginn der Krise 2008 waren nur 8,3 Prozent der spanischen Bevölkerung arbeitslos, die Geburtenrate lag zu diesem Zeitpunkt bei 1,47 Kindern pro Frau. 3 Jahre später in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ist die Geburtenrate auf 1,36 Kinder je Frau zurückgegangen. Anhand der Zahlen kann gedeutet werden, dass pro Prozentpunkt steigender Arbeitslosigkeit die Geburtenrate um 0,01 Kinder pro Frau sinkt.

    Stagnation in Italien, keine Einflüsse in Deutschland
    Auch in weiteren europäischen Ländern zeigt sich eine Veränderung der Geburtenrate, wenn die Wirtschaft krankt und die Regierungen gleichzeitig zum Sparen gezwungen werden. In Großbritannien, Italien, Tschechien und Polen kommt es zu einer Stagnation der Geburtenrate, die bis dato anwachsend war. Auch hier wirken sich Einsparungen bei Familiensubventionen und die Ungewissheit des finanziellen Einkommens unmittelbar auf die Familienplanung aus, wenn auch weniger dramatisch als in Ländern wie Spanien, Irland oder Ungarn.
    Ausgenommen von dieser Entwicklung sind neben Deutschland die Schweiz und Österreich. In den Alpenstaaten können keine Einflüsse registriert werden, hier gibt es aber auch nur einen leichten oder gar keinen Anstieg der Arbeitslosigkeit. In Deutschland sank die Arbeitslosenzahl seit Beginn der europäischen Wirtschaftskrise sogar, eine positive Auswirkung auf die Geburtenrate konnte im Umkehrschluss aber hier nicht beobachtet werden.

    #2
    Ehrlich gesagt, war ich der Meinung, dass das ganze auch Auswirkungen in Deutschland hat. Dass die Arbeitslosenrate sank, das hat man auch gelesen und gehört. Viele Bekannte und Freunde sagen, sie möchten zwar ein Kind, aber können es sich nicht leisten.
    Danke für den Bericht. War interessant zu lesen.
    Grüße

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