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Kohlenhydratreduktion vor ET

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    ist 1. eine ayurvedische Tradition.

    und 2. ein "alter" Hebammentrick: durch den Entzug von KHs produziert dein Körper Stresshormone und die lösen dann auch "Stress" beim Kind aus und geben so das Signal zum Startschuss.

    Zitat: Prostaglandine
    Die Konzentration an Prostaglandinen im schwangeren Uterus ist äußerst gering. Vermutlich beeinflusst Progesteron direkt oder indirekt die Synthese von Prostaglandinen.
    Um die 36. SSW steigt die Konzentration plötzlich an. Es wird vermutet, dass hier das ungeborene Kind einen Anstoß dazu gibt, wenn seine reifen Lungen fetales Cortisol ausscheiden (2). Das fetale Cortisol wirkt auf die Plazenta und sorgt dafür, dass weniger Progesteron, dafür mehr Östrogen produziert wird (2). Der erhöhte Östrogenspiegel (bzw. der verringerte Progesteronspiegel) stimuliert dann die Prostaglandinsynthese in den Eihäuten, der Dezidua, dem Myometrium und der Zervix (2).

    In der Spätschwangerschaft wird die Prostaglandinsynthese auch durch geringfügige Reize wie Geschlechtsverkehr, vaginale Untersuchung (Eipollösung) oder Amniotomie angeregt. Schon geringe Mengen von Prostaglandinen erhöhen die Reaktionsbereitschaft des Myometriums gegenüber Prostaglandin und Oxytocin.
    Beide Hormone erhöhen den Einstrom von Kalzium in die Zelle und stimulieren so das Myometrium. Die Wehen, die durch Prostaglandine bewirkt werden, sind zervixwirksam.
    In der Pharmakologie werden diese Erkenntnisse ausgenutzt:
    ● Prostaglandinsynthesehemmer wie Acetylsalicylsäure (Aspir*in®) und Indomethazin, werden therapeutisch eingesetzt, um eine vorzeitige Wehentätigkeit zu behandeln.
    ● Kalziumantagonisten, z. B. Nifedipin (Adal*at®), verhindern, dass Kalzium in die Zellen gelangt und fördern so die Relaxation des Uterus.

    Es gibt noch andere Zusammenhänge:
    Fettzellen haben ein Enzym, das Prostaglandine abbaut. Daher kommt es bei adipösen Frauen häufiger zu Übertragungen.

    Auch ein hoher Blutzuckerspiegel behindert die Prostaglandinproduktion. Daher ist ein Verzicht auf Süßigkeiten am Ende der Schwangerschaft sinnvoll.

    Damit die Prostaglandine wirken können, ist es vor allem wichtig, dass ausreichend Prostaglandinrezeptoren vorhanden sind. Vermutlich wird die Bildung dieser Rezeptoren durch die Prostaglandine selbst verursacht. Sind ausreichend Rezeptoren vorhanden, wirken bereits wenige Prostaglandine schnell und wenig schmerzhaft (3).

    Literatur

    1 Affolter, T.: Geburtshormone. Hebamme.ch Sage-femme.ch 4/2010

    2 Coad, J., Dunstall, J.: Anatomie und Physiologie für die Geburtshilfe. Urban &Fischer 2007

    3 Drexelius, N., Louwen, F.: Mit dem Kopf gegen die Wand. Hebammenforum 3/2010

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