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Geburt verarbeiten

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  • Geburt verarbeiten

    Ich hatte bei meinem Sohn eine für mich sehr schwierige, lange und schmerzhafte Geburt. Mein Mann und ich wünschen uns jedoch beide ein zweites Kind. Lange hab ich dieses Thema vor mich hergeschoben, aber irgendwie fühle ich, dass jetzt die Zeit gekommen ist mich damit auseinanderzusetzen (Söhnchen ist 20 mon.).

    Ist es vielleicht jemandem ähnlich gegangen? Wie seid ihr mit eurem Geburtstrauma (denn ja, das ist es bei mir) umgegangen, was habt ihr alles probiert und was hat geholfen?

    Ich habe mich bisher nur mit meinem Mann und mit anderen Müttern ausgetauscht. Einmal hatte ich ein Gespräch mit einer Psychologin das mich jedoch nicht wirklich weitergeholfen hat.

  • #2
    Re: Geburt verarbeiten

    das tut mir leid für dich/euch das du ein richtiges trauma davon getragen hast
    klar dass das nun im vordergrund steht wenn ein 2. kind geplant ist!
    aber ich finde es schon mal super das ihr dennoch über ein 2. nachdenkt!!!! viele sagen nach einer traumatischen geburt ja "nein danke - nie wieder"

    ich würde viell. mal mit einer hebamme sprechen???
    die kennt viel, hat viel gesehen, kann vieles erklären und vor allem aufklären!!?!

    alles gute wünsch ich euch

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    • #3
      Re: Geburt verarbeiten

      ja ich spiele eh schon mit dem Gedanken mich bei meiner Hebamme von damals zu melden und das mit ihr nochmal durchzugehen... aber wer weiß ob sie sich überhaupt noch so genau erinnert, die hat sowas wahrscheinlich ja öfter

      Und den Geburtsbericht aus dem KH hab ich auch schon angefordert...mal sehn :-S

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      • #4
        Re: Geburt verarbeiten

        Das tut mir leid

        Ich hatte auch ein Trauma und habe mich deshalb beim zweiten Kind für einen Wunschkaiserschnitt entschieden.

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        • #5
          Re: Geburt verarbeiten

          Das tut mir auch leid, dass du so ein Trauma davon getragen hast. Einer Freundin von mir gings so ähnlich, aber bei ihr war der Kinderwunsch einfach so groß, dass sie noch ein 2. Kind bekommen hat u. da ging alles viel leichter.

          ich kann das leider nicht nachvollziehen, da ich eine sehr schnelle u. "schöne" Geburt hatte u. fast alles verarbeitet hatte, als ich meine Kleine am Arm liegen hatte.

          Hoffe du kannst dies irgendwie aufarbeiten u. hoffe du hast dann eine schöne SS ohne Bangen u. Angst vor der Geburt u. dann vorallem eine schöne Geburt.
          Mit deiner Hebamme reden ist sicher hilfreich u. selbst wenn sie sich nicht mehr zu 100% erinnern kann, versteht sie deine Sorgen sicher am Ehestens, da sie ja tagtäglich damit beschäftigt ist.
          Quatsch aber auch vorallem mit deinem Mann viel darüber. War er bei der Geburt dabei? Wie ist es ihm danach ergangen?

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          • #6
            Re: Geburt verarbeiten

            Ich habe auch ein Geburtstrauma.
            Mir hilft es mehr über das Thema Geburt zu erfahren, als mal zB in einem Geburtsvorbereitungskurs lernt, oder aus einem "herkömmlichen" Schwangerschaftsbuch.

            Angefangen, das alles Aufzuarbeiten habe ich auch mit der Geburtsakte. Wichtig war für mich auch herauszufinden, ab wann bzw was genau ich traumatisch gefunden habe.

            Auf der Suche danach bin ich schon auf viele Dinge gestossen, die (für mich) sehr interessant sind. Viele Dinge die bei meiner Geburt passiert sind, wären nicht geschehen, wenn ich mich entweder vorher besser informiert hätte, oder mich einfach von meinem Instinkt leiten hätte lassen. Ich wurde zB von meiner Hebamme immer wieder in die Rückenlage "gezwungen" obwohl mir das verdammt weh tat und ich nicht wollte. Heute weiss ich dass die schlechteste Lage bei einem Sterngucker (wie mein Zwerg war) die Rückenlage ist.
            Die Krankenhausrichtlinien die durchaus ihre Berechtigung zum Schutz des Personals haben (wegen etwaiger Klagen wenn etwas passiert), arbeiten leider in manchen Fällen gegen eine verletzungs- und komplikationsfreie Entbindung. Manchmal (wie in meinem Fall) endet eine Verkettung von KH-Richtlinien in einem KS. Das ist auch der Grund warum ich immer wieder schreibe "wenn möglich keine Einleitung, keine Wehenfördernden Mittel, nicht zu bald in´s KH (auch nicht bei Blasensprung wenn der Kopf tief im Becken ist) weil dort oft die Wehen ausbleiben und man selten die Zeit bekommt, dass sie von selber wieder in Gang kommen,..."

            Für mich persönlich gibt es zur Zeit nur zwei Möglichkeiten relativ angstfrei in die nächste Schwangerschaft und Geburt zu gehen.
            -Hausgeburt
            -Beleggeburt
            Auf jeden Fall brauche ich eine Hebamme, die mich schon vor der Geburt kennen lernt und ich sie natürlich. Ich brauche für meine Geburt eine Hebamme der ich vertrauen kann.

            Auf "gut Glück" gehe ich nicht mehr in ein Krankenhaus zu einer Entbindung. Da bin ich leider zu traumatisiert.

            Kommentar


            • #7
              Re: Geburt verarbeiten

              ich schließe mich flowers meinung an. ich würde rausfinden, was genau "schief gelaufen" ist und dir bis heute probleme macht (bei mir war es zum großen teil zb der dammschnitt, mit dem ich auch psychisch lange probleme hatte) und da dran arbeiten.

              die geburt meines ersten sohnes war auch heftig, lang und anders, als man es vorstellt, auch, wenn der moment, in dem sie ihm mir auf den bauch gelegt haben, alles wieder wett gemacht hat!

              bei der zweiten geburt war ich wesentlich besser vorbereitet. zb mit dammmassage, heublumensitzbädern und himbeerblättertee. oder mit der mentalen vorbereitung (habs mit hypnobirthing versucht), also entspannungsübungen, positive einstellung (auch übungen), atemtechniken für die geburt etc und - und das ist das wichtigste gewesen - ich wusste, was ich wollte und was nicht. ich war selbstbewusster und habe mitentschieden. und ich habe die zweite geburt ohne schmerzmittel, ohne dammschnitt oder -riss geschafft (4.340 kg, 54 cm, 37 ku) und hatte vor allem direkt danach eine wunderschöne kuschelzeit ohne personal und hebammen, die rumfummeln, das kind untersuchen, oder sonst wie "stören".

              ich hoffe, du schaffst es, deine ängste zu bewältigen! den kinderwunsch wegen der geburt zu verwerfen wäre schade

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              • #8
                Re: Geburt verarbeiten

                Bei mir ist es genau anders rum:

                bei Julia hatte zwar eine Lange schmerzhafte geburt aber nachdem Florian geboren wurde, habe ich gesagt NIE NIE NIE wieder u so wied es auch bleiben.

                Beim 2ten hab ich grad mal 3 std gebraucht und das waren echt harte 3std.
                bei julia 9std aber trotzdem angenehmer weils nicht soo schnell ging.

                Bin aber bei beiden ned gerissen o. geschnitten worden!!

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                • #9
                  Re: Geburt verarbeiten

                  Danke für die lieben zusprüche. Flower, ich hatte auch einen Sternengucker, also HHL galube auch deshalb hat sich das ganze so gezogen, in der akte steht allerdings nichts darüber drin, außer ganz am schluss.

                  Die Geburtsakte hab ich gestern bekommen und ich fühle mich ganz und gar nicht bestätigt. Es kommt mir vor als ob die da über jemand anderen geschrieben hätten. Lediglich "protrahierte Austreibungsperiode" könnte auf meine wahren Qualen hindeuten, wird ihnen aber bei weitem nicht gerecht...

                  Mit meinem Mann red ich eh darüber, und ja er war die ganze Zeit bei mir. Ich glaube für ihn war es auch nicht so leicht mich so leiden zu sehen, er hat es auch als schlimm empfunden. Er rät mir eh zu einem Wunschkaiserschnitt.

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                  • #10
                    Re: Geburt verarbeiten

                    @ladybird die Geburt von meiner ersten Tochter dauerte zwar nicht lange (5 Stunden), aber durch einen Wehensturm weiß ich nicht mehr allzu viel davon und somit hatte ich irgendwie auch ein Trauma davon getragen. Ich hatte damals eine Hebamme, die zur Geburt mitging, uns vorher und nachher betreute, leider hat sie mit mir danach aber so gut wie nicht über die Geburt gesprochen, was ich einfach gebraucht hätte.
                    Dadurch hatte ich auch versch. Ängste und Sorgen als ich dann das 2 Mal schwanger war. Ich habe dann eine Hebamme gefunden, die für mich einfach perfekt war - ich hab sie schon sehr früh kennengelernt (im Sept.2011 hab ich sie das erste Mal gesehen, im Februar 12 kam meine Kleine auf die Welt und sie betreute uns noch lange danach) und hatte so die Möglichkeit sehr, sehr viel mit ihr über Vergangenes zu sprechen bzw. über alles, was für mich einfach nicht gepasst hat.
                    Für mich war das genau der richtige Weg alles aufzuarbeiten und hatte so eine unheimlich schöne und entspannte 2. (ambulante) Geburt
                    Also ich würd sagen, dass es unheimlich wichtig ist, darüber zu reden!Und weil du meintest, deine Hebamme von der 1. Geburt kann sich ja nicht mehr an alles erinnern ... das macht ja nichts, ich hatte ja jetzt auch eine andere Hebamme und ich hab ihr eben alles ganz genau erzählt, sie hat sich alles aufgeschrieben und jedes Mal haben wirs wieder besprochen, was mir am Herzen lag!
                    Alles Liebe wünsch ich dir!

                    Kommentar


                    • #11
                      Re: Geburt verarbeiten

                      Ich schreib dir jetzt mal auf was mich anfangs traumatisiert hat und mich heute noch beschäftigt....

                      Nach der Entbindung hatt ich immer wieder das Szenario im Kopf, dass ich mit PDA am Rücken liege mit extremen Schmerzen auf Nierenhöhe und um einen KS schreie. Ich schicke meinen Lieben um den OA, weil mir die Hebamme nicht glaubt dass ich schmerzen habe. Der OA sieht die Hebamme an und sie schüttelt nur den Kopf. Der OA „ Es ist noch keine Indikation für einen KS gegeben, ich schicke noch mal den Anästhesisten“. Der gibt mir Fentanyl und geht. Ich bin schmerzfrei. Dann spüre ich einen Druck nach unten. Ich denke ich muss groß auf´s Wc. Dass ich schon an die 30h nichts mehr gegessen habe und es eher Zwergi ist der raus will, kann ich rational nicht mehr erfassen.
                      Die Hebamme die seit 19h immer mit Abwesenheit und Ignoranz glänzt kommt, nach mehrmaligem Läuten. Ich „ich muss auf´s WC“ Sie „da kommt nichts“ Ich „dann mach ich ihnen einen Krapfen ins Bett“ Sie schießt mir fast von weiten sichtlich genervt die Leibschüssel under den Po. „Ich sag ihnen da wird nichts kommen“
                      Genau der Gesichtsausdruch von ihr, genau dieses Bild war mein Trauma. Genau hier habe ich aufgegeben.
                      Hier hätte ich Zuspruch gebraucht „Das ist das Kind was sie spüren, jetzt dauert es nimmer lange,...“
                      Das wusste ich aber nicht. Sonst hätte ich gesagt, „bleiben sie hier, ich brauch sie jetzt,...“

                      Heute beschäftigen mich andere Dinge...

                      1.Mir wurde bei ET+3 gesagt dass ich zu wenig FW habe und wenn es am nächsten Tag auch so ist, eingeleitet wird.
                      Heute weiss ich dass die Kleinen 1.bis zu 500ml FW trinken und dann wieder ausscheiden. 2. Dass die Wehen von alleine einsetzten, wenn das FW wirklich zu wenig ist (darum setzten nach Blasensprung auch bald die Wehen ein). 3. Dass es am Ende der SS völlig normal ist dass die FW Menge abnimmt. Ein alter Hebammentrick ist es, den Bauchumfang immer an der gleichen Stelle zu messen um einen baldigen Geburtstermin zu prophezeien wenn dieser abnimmt.

                      2.Hatte ich Angst vor einer Einleitung und wollte deswegen daheim einleiten (was auch geklappt hat)
                      Heute weiss ich, dass weder eine Einleitung im KH, noch Rizinus, Nelkenöltampos, scharfes Essen, übermäßig viel Zimt,... „normale“ Wehen auslösen. Die Gebärmutter hält das Baby 9 Monate lang geschützt fest in sich. Durch Faktoren von Aussen kommt es häufig zwar zu Kontraktionen, aber leider auch oft nur zu Mumu unwirksamen.

                      3.Hatte ich einen vorzeitigen Blasensprung (irgendwas von meinen Einleitungsversuchen hat wohl funktioniert) bei dem ich dachte sofort liegend in´s KH zu müssen.
                      Heute weiss ich, dass man bei einem vorzeitigen Blasensprung nur liegen soll, wenn der Kopf noch nicht tief genug im Becken ist. Ist er dass, kann die Nabelschnur rein von der Anatomie her gar nicht vorfallen.
                      Heute weiss ich, dass man bei einem vorzeitigen Blasensprung ein erhöhtes Infektionsrisiko hat, wenn man nicht mit den alltäglichen Keimen (daheim) in Berührung kommt. Dh, fremde Umgebung, Mumu-Kontrollen.

                      4.Hab ich mir einen Zugang im KH legen lassen, „für den Fall der Fälle“
                      Heute weiss ich, dass ein Zugang im Fall der Fälle genau so schnell gelegt werden kann.
                      Heute weiss ich, dass MIR (bitte das muss nicht bei jedem sein) ungefragt und unerklärt zig unnötige Infusionen angehängt wurden. (Ringerlösung zB )

                      5.Bekam ich im Kreissaal „für den Fall der Fälle“ nichts zu Essen. (Über 23 h mit 2 Min Wehenabstand)
                      Heute weiss ich dass es wichtig ist zu Essen und zu Trinken, wenn der Körper das Verlangen danach hat. - Woher soll er sonst die Kraft für eine Geburt haben?

                      6. Hab ich mir nach 13h Wehen (beinahe Mumu-Unwirksam, da ich selber eingeleitet habe) im 2 Min Abstand eine PDA geben lassen.
                      Heute weiss ich, dass eine PDA fast jeden in die Rückenlage zwingt, weil sie fast immer die Beine „lähmt“ und die Rückenlage gegen die Schwerkraft wirkt. Das bedeutet, dass der Kopf nicht mehr optimal auf den Mumu drückt und sich dieser nicht optimal (schneller) öffnen kann.

                      7.Hab ich zeitgleich zur PDA Wehenfördernde Mittel bekommen
                      Heute weiss ich, dass Wehen im 2 Minutenabstand nicht mehr beschleunigt werden dürfen.

                      8.Hatte ich 5 verschiedenen Hebammen, weil „ich so lang brauchte“ mit der 4. (die mit der Schüssel) kam ich überhaupt nicht klar, wenn sie mal da war. Sie hat meine Nierenstauschmerzen (stärker werdende dauerschmerzen – im Gegensatz zu Wehen pausenlos) völlig ignoriert „Eine Geburt tut nun mal weh“
                      Heute weiss ich, dass man jederzeit eine andere Hebamme –ja sogar Arzt- VERLANGEN kann. Und das KH die Pflicht hat dem Wunsch nach zu gehen.


                      Ups, das ist schon wieder sehr lang geworden. Ich hör an der Stelle mal mit meinem „Trauma“ auf und schreib vielleicht ein andermal noch was dazu

                      Was ich noch raus gefunden habe...
                      „Geburtsstillstand“ wenn der Mumu nicht jede Std einen cm Aufgeht, die Austreibungsphase einsetzen sollte,...
                      Das Ausbleiben der Wehen ist eine völlig normale Sache und von der Natur geschickt eingefädelt.
                      Menschen sind Fluchttiere. Kein Fluchttier würde sein Junges in einer „bedrohten“ Umgebung zur Welt bringen. Auch wenn wir uns schön reden, dass es in einem KH sicher ist, spielt unser Untwerbewusstsein dennoch mit. Da reicht ein ungewohntes Geräusch, ein ungewohntes Licht, eine ungewohnte Stimme,...dass der Sympathikus die Wehen ausbleiben lässt. Erst wenn sich Frau sicher fühlt, erfüllt der Parasympathikus seine Aufgabe und die Wehen beginnen wieder von alleine. http://de.wikipedia.org/wiki/Sympathikus. Bekommt die Frau in der Zeit jedoch Wehenfördernde Mittel, wirken diese leider oft wie eine Einleitung – häufige Mumu-Unwirksame Wehen = „Geburtsstillstand“

                      Vollständiger Mumu (9-11cm) plötzlich keine Wehen mehr. Auch dass ist normal. Oft sind viele Wehen vorangegangen die es jetzt erforderlich machen, dass sich Mama und Baby vor dem großen Finale noch mal erholen. Ich hab von Fällen gelesen, wo diese Phase 2 oder mehr Std gedauert hat. Lässt man die Mutter schlafen, rasten,... und verbreitet keine Hektik, setzten die Wehen wieder von alleine ein.

                      Ich bin heute (als sonst sehr Medizinverliebter Mensch) der Meinung, dass eine Geburt als das betrachtet werden soll, was es ist. – Eine Geburt.
                      Eine Geburt ist keine Krankheit, kein Notfall, kein Sterbeprozess,... bei dem es schnell gehen muss und man zig Medikamente braucht um die Situation in den Griff zu bekommen.
                      Meiner Meinung nach sollte man bei einer Geburt die Frau einfach mal machen lassen und „im Falle des Falles“ Alternativen anbieten.
                      Zur Zeit ist es leider umgekehrt. Man kommt gesund ins KH und wird als Patient betrachtet- der man aber noch gar nicht ist. Das ganze Programm (Venflon, Ringerinfusion-statt Wasser, Glykoseinfusion statt Essen, CTG- statt fühlen der Kindsbewegungen, Rückenlage fürs leichtere Arbeiten der Hebammen, statt Intuitive Gebärpositon für das wohl von Mutter und Kind, Einleitung – statt natürlicher Geburtsbeginn (der von der WHO bis 42+0 ! angesetzt ist), Wehenfördernde Mittel- statt der Unterstützung des Parasympathikus (statt Ruhe, Sicherheit,...Zeitvorgaben wie weit sich der Mumu in einer Std öffnen muss,...)

                      Meiner Meinung nach sollte nur dann etwas angeboten werden, wenn die Frau das wünscht (ohne ihr vorher die ganze Palette schönzureden, oder gar aufzuzwingen) oder die Mutter und/oder das Kind in Gefahr sind.

                      Ich habe so viele Geburtsberichte gelesen, in verschiedenen Foren, in verschiedenen Büchern. Und ich sag euch, es gibt kaum einen schönen Geburtsbericht der mit (gut gemeinten!) Hilfsmitteln des KH stattgefunden hat. Es gibt neben den Hausgeburtsberichten auch genug schöne KH Berichte, aber fast alle waren interventionsfrei.

                      Für mich käme wie gesagt eine Geburt nur mehr mit einer eigenen Hebamme in Frage, mit der ich schon vor der Entbindung die einzelnen Themen besprechen kann. Die lerne ich dann schon in der Schwangerschaft kennen und mein Urhirn braucht dann nicht den Fluchtreflex "Geburtsstillstand" einleiten.

                      Es gibt noch viel zu sagen, über diese Themen die ich angeschnitten habe, es gibt auch noch andere Themenbereiche, die für eine „leichte“ Geburt von Vorteil wären. Aber ich lasse es hier jetzt mal gut sein.

                      Wenn jemand zu den einzelnen Themen mehr wissen möchte, oder gerne Nachweise hätte gebt einfach bescheid.

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                      • #12
                        Re: Geburt verarbeiten

                        lass dich mal drücken!
                        Ich kann dir leider nicht viel weiterhelfen dabei aber da ich sehr viel im I-net lese, ist mir aufgefallen das es massenweise Frauen gibt, bei denen die 2te Geburt soooo schön war, das damit das Trauma von der ersten beseitigt war!
                        Ich würde an deiner Stelle die SS viel intensiver angehen, nimm dir eine Hebamme die dich begleitet und dir Mut macht! Ich kann dir auch gerne einen link schicken von einer Seite, wo du sehr sehr viele schöne Geburtsberichte findest, einfach mal um zu sehen, das es auch ganz anders sein kann! Euer zweites Kind muss ja auch nicht ebenso ein Sternengucker sein

                        Kommentar


                        • #13
                          Re: Geburt verarbeiten

                          also flower, die hebamme(n) die du da erwischt hast, mir fehlen die worte, das ist ja allllllerääärgstens!!!!

                          ich war lange im kreissal, hab einige hebammen "kennen gelernt" und alle waren soooo lieb und so bemüht.
                          ich hab mehr oder weniger tun und lassen dürfen was ich wollte! *g*
                          hab da sooo gute erfahrungen gemacht dass ich, wenn wir mal ein 2. kind bekommen sollten, auch wieder im lkh steyr entbinden werde.

                          schade das du so schlimme erfahrungen gemacht hast *drückdich*

                          Kommentar


                          • #14
                            Re: Geburt verarbeiten

                            Danke für euren Zuspruch!
                            Ich hab mir jetzt das Hypnobirthing buch bestellt, kennt das von euch wer? Bin schon gespannt ob ich da Anregungen in die richtige richtung finden kann, einer freundin von mir scheints gefallen zu haben.

                            Mein Mann sieht die sache tendenziell anders als ich, und ich lege ehrlich gesagt schon viel wert auf seine meinung. Und das kind (egal jetzt ob erstes oder potenzielles zweites) ist ja seines genauso, also kann ich nicht sagen, dass er absolut nix zu melden hat.
                            Er meint wir sollen schauen, dass bei der zweiten Geburt der Primar dabei ist. Ich dek mir was soll das bringen, außer natürlich es passt was nicht aber davon will ich ja nicht ausgehen.

                            Und ich will jetzt auch gar nicht hören dass er unrecht hat und ich recht (weil das weiß ich eh ), aber so auf "Kopf durch die wand" will ich meine einstellungen halt auch nicht durchsetzen. Verstehen glaub ich kann er mich aber nicht.

                            Kommentar


                            • #15
                              Re: Geburt verarbeiten

                              Zitat von ladybird
                              Mein Mann sieht die sache tendenziell anders als ich, und ich lege ehrlich gesagt schon viel wert auf seine meinung. Und das kind (egal jetzt ob erstes oder potenzielles zweites) ist ja seines genauso, also kann ich nicht sagen, dass er absolut nix zu melden hat.
                              Er meint wir sollen schauen, dass bei der zweiten Geburt der Primar dabei ist. Ich dek mir was soll das bringen, außer natürlich es passt was nicht aber davon will ich ja nicht ausgehen.
                              Du musst ja nicht mit dem Kopf durch die Wand deine Meinung durchsetzen, du bist ja noch nicht schwanger, das heißt bis zum tatsächlichen ET hättest du noch genug Zeit ihm den Vorgang - Geburt etwas näher zu bringen und ihm schildern worum es dabei geht und was dabei gut gehen, und was schief laufen kann.

                              Das die Anwesenheit eines Primars eine schöne Geburt garantieren sollte,ist nicht nur absoluter Blödsinn, sondern die Einstellung dazu finde ich, ehrlich gesagt, sogar etwas kontraproduktiv! Wenn mein Chef bei einem Tisch mit Gästen sitzt wird seinerseits auch alles mögliche zur Umsatzsteigerung versucht ...läuft im KH nicht anders! Halte das deinem Mann einmal vor Augen...

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